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IL GATTOPARDO

IL GATTOPARDO

von Giuseppe Tomasi di Lampedusa
aus dem Italienischen von Burkhardt Kroeber
Bühnenfassung von Pınar Karabulut und Hannah Schünemann
REGIE: Pınar Karabulut

SCHIFFBAU HALLE
SCHWEIZER ERSTAUFFÜHRUNG: 29.11.2025

3 Stunden 30 Minuten (inkl. 20-minütige Pause)
1. Teil: 2 Stunden 15 Minuten
2. Teil: 55 Minuten

Der sizilianische Fürst Salina ist gross, stark, gebildet und unfehlbar – ein Patriarch des alten Europas. Doch die Strahlkraft seiner Adelsfamilie beginnt zusehends zu bröckeln. Das Italien des 19. Jahrhunderts ist von politischen Umbrüchen gezeichnet. Der Siegeszug des Freiheitskämpfers Garibaldi verhilft dem Bürgertum zur Blüte und bringt die alte Ordnung durcheinander. Plötzlich trägt der Bürgermeister einen Frack, seine Tochter besucht ein Eliteinternat und verdreht als Bürgerliche dem blaublütigen Neffen des Fürsten den Kopf.

Basierend auf der eigenen Familiengeschichte erzählt Giuseppe Tomasi di Lampedusa in seinem Roman episodenhaft nicht weniger als 50 Jahre sozialer Veränderung. Den Aufstieg des Bürgertums, die transnationalen und politischen Verstrickungen der Insel und die individuellen Wünsche und Sehnsüchte seiner Charaktere: «Wenn alles bleiben soll, wie es ist, muss alles sich ändern.» Die Orte, an denen der Autor die Handlung platziert, scheinen sich dabei plastisch aus den Seiten des Romans hervorzuheben. Die Hitze auf dem kargen Land, der staubige Geruch der Strassen in Palermo, das Klirren der Kronleuchter, die Farben der Kleider und Gemälde, der Marmor im Stadtpalast und die zinnene Badewanne im Ferienschloss Donnafugata – die literarische Magie des Romans zieht uns bis heute in den Bann.

Pınar Karabulut bringt den Roman zum festlichen Beginn ihrer Co-Intendanz am Schauspielhaus im grossen Stil auf die Bühne der Schiffbau Halle. Sie nutzt die Möglichkeiten der einzigartigen Spielstätte, um die Sogkraft der Welt im Buch zum Leben zu erwecken und lädt ihr Publikum zum hautnahen Erleben der Geschichte ein. Durch ihre spielerisch surreale Inszenierungsästhetik verknüpft die Regisseurin den modernen Klassiker mit einer pointiert aktuellen Lesart: Wie verändern wir die Welt und die Welt uns, in einer Zeit des absoluten Umbruchs?

 

Unterstützt von der Zürcher Kantonalbank
sowie von dem Istituto Italiano di Cultura di Zurigo, der Società Dante Alighieri Zurigo und Gruppo Gattopardo Svizzero

Audioeinführung
Hannah Schünemann, Chefdramaturgin

David Rothe, Markus Scheumann, Alexander Angeletta, Mirjam Rast, Sophia Mercedes Burtscher, Michael Neuenschwander © Krafft Angerer

Sophia Mercedes Burtscher, David Rothe © Krafft Angerer

Nicola Gründel, Markus Scheumann © Krafft Angerer

Peter Knaack, David Rothe © Krafft Angerer

Sophia Mercedes Burtscher, Ronja Melissa Leute, Markus Scheumann, Nicola Gründel, Peter Knaack © Krafft Angerer

David Rothe, Markus Scheumann, Peter Knaack, Sophia Mercedes Burtscher, Nicola Gründel © Krafft Angerer

Nicola Gründel, Mouataz Alshaltouh, David Rothe, Alexander Angeletta, Markus Scheumann © Krafft Angerer

Peter Knaack, Mouataz Alshaltouh © Krafft Angerer

Markus Scheumann © Krafft Angerer

Mirjam Rast, Mouataz Alshaltouh, Statisterie, Michael Neuenschwander © Krafft Angerer

Markus Scheumann, Nicola Gründel © Krafft Angerer

Ronja Melissa Leute, Nicola Gründel, Sophia Mercedes Burtscher, Mirjam Rast © Krafft Angerer

Michael Neuenschwander, David Rothe, Mouataz Alshaltouh, Mirjam Rast, Alexander Angeletta, Markus Scheumann © Krafft Angerer

© Krafft Angerer

Alexander Angeletta © Krafft Angerer

David Rothe, Mouataz Alshaltouh, Sophia Mercedes Burtscher © Krafft Angerer

SO 01.02.
mit englischen und italienischen Übertiteln
SCHIFFBAU HALLE
Ausverkauft
DI 03.02.
mit englischen und italienischen Übertiteln
SCHIFFBAU HALLE
Ausverkauft
SA 07.02.
mit englischen und italienischen Übertiteln
englische Einführung 18.30 Uhr
SCHIFFBAU HALLE
Ausverkauft
DI 10.02.
mit englischen und italienischen Übertiteln
Einführung 18.30 Uhr
SCHIFFBAU HALLE
Ausverkauft
DO 12.02.
mit englischen und italienischen Übertiteln
SCHIFFBAU HALLE
SA 14.02.
mit englischen und italienischen Übertiteln
SCHIFFBAU HALLE
Ausverkauft
SA 21.02.
mit englischen und italienischen Übertiteln
Einführung 18.30 Uhr
SCHIFFBAU HALLE
Ausverkauft
MI 25.02.
mit englischen und italienischen Übertiteln
Einführung 18.30 Uhr
SCHIFFBAU HALLE
Ausverkauft
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Markus Scheumann
Don Fabrizio, Fürst von Salina
Nicola Gründel
Maria Stella Corbera, Fürstin von Salina
Sophia Mercedes Burtscher
Concetta Corbera di Salina
Peter Knaack
Pater Saverio Pirrone
Mouataz Alshaltouh
Tancredi Falconeri
David Rothe
Paolo Corbera di Salina, Herzog von Querceta / Carlo Cavriaghi, Graf aus Mailand
Alexander Angeletta
Don Calogero Sedàra
Mirjam Rast
Angelica Sedàra
Michael Neuenschwander
Don Ciccio Tumeo
ausserdem
STATISTERIE (ALTERNIEREND)
Ronja Melissa Leute
Pino Simili
Lennart Falck
Lukas Rathjen
Dramaturgie
Regieassistenz
Bühnenbildassistenz
Kostümbildassistenz
Rosanna Löw
DRAMATURGIEASSISTENZ
Lukas Rathjen
REGIEHOSPITANZ
Sonja Dame
Antonella Opdensteinen
BÜHNENBILDHOSPITANZ
Ronja Melissa Leute
Fiona Wiesner
KOSTÜMBILDHOSPITANZ
Amélie Bianchi
Inspizienz
Michael Durrer
Soufflage
Rita von Horváth
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© Alvaro Kreyden

«Ein sinnliches Epos: ein überwältigender Theaterabend mit irre schönen Tableaus, bei dem schon das Eintreten zum Erlebnis wird.»

Isabel Hemml, Tages-Anzeiger

«Dialoge von grosser Sprachschönheit.»

Anna Kardos, NZZ am Sonntag

«Manchmal denkt man aber auch an Oper oder Ballett. Etwa in jenem entscheidenden Moment, in dem die Gesellschaft den Auftritt von Angelica erwartet, die dann wie ein Engel aus einer andern Welt dahertrippelt.»

Ueli Bernays, Neue Zürcher Zeitung

«Fast alles, was Karabulut zeigt, ist prächtig: die Worte und Gedanken anmutig warm und gross, die Bilder prächtig und überladen schön.»

Christian Berzins, bz Zeitung für die Region Basel


THEATERTREFFEN 2026

«Theaterabende wie Pınar Karabuluts Adaption von Giuseppe Tomasi di Lampedusas Il Gattopardo sind selten geworden. Zusammen mit der Bühnenbildnerin Michela Flück und der Kostümbildnerin Sara Valentina Giancare lässt Karabulut das aristokratische Sizilien des Risorgimento auf magische Weise wieder aufleben. Die Opulenz der Räume wie der Kostüme und das meist ungebrochen psychologische Spiel des Ensembles ziehen das Publikum tief in das 19. Jahrhundert hinein. Es kann sich in der Schönheit dieser untergehenden Welt ebenso wie in der melancholischen Noblesse des von Markus Scheumann gespielten Fürsten Don Fabrizio verlieren. Zugleich kann es aber auch Symptome unserer eigenen Zeitenwende erkennen. Karabulut bleibt nah an Lampedusas Roman und nimmt so unsere krisengeschüttelte Wirklichkeit in den Blick. Scheumanns Schlussmonolog ist nicht nur die berührende Lebensbilanz eines Sterbenden. Er ist auch eine Mahnung, anders als Don Fabrizio für das Bestehende zu kämpfen.»

Sascha Westphal für die Theatertreffen-Jury
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