EIN NEUES STÜCK

Von Necati Öziri
Nach Der Ring des Nibelungen von Richard Wagner
Inszenierung: Christopher Rüping
 

Richard Wagners Ring des Nibelungen ist ein Monster, voll von überirdischer Musik und tiefem Hass, voll von inbrünstigen Liebesstürmen und hartem Rassismus, voll von tiefer Naturverehrung und darwinistischer Blut-Ideologie. Sollte man dieses Werk heute noch aufführen? Nicht unbedingt. Doch selbst wenn der Ring in den Archiven verschwände und nie wieder aufgeführt würde, könnte man den Einfluss dieses grössenwahnsinnigen Werkes schwerlich rückgängig machen – zu viele Kulturen in ihren vergangenen und zeitgenössischen Legenden, in ihrer Pop- und Musikgeschichte, in den persönlichen Fantasien ihrer Menschen sind von ihm geprägt. Rückgängig machen lässt sich das nicht. Aber es lässt sich korrigieren!

Der Autor Necati Öziri hat eine «Korrektur» des Rings geschrieben, in dem die Geschichten erzählt werden, die Wagner verschweigt; die Musiker Black Cracker und Jonas Holle haben ein Orchester unabhängiger Musiker*innen verschiedener Hintergründe versammelt, um dem «Genie» von Wagners One-Man-Show ein vielstimmiges Werk entgegenzusetzen; und der Regisseur Christopher Rüping wendet sich endlich der Oper zu! Hojotoho!

 

Inszenierung
Christopher Rüping
Text
Necati Öziri
Bühne
Jonathan Mertz
Kostüme
Lene Schwind
Musik
Black Cracker / Born In Flamez / Gil Schneider / Isa GT / Leo Luchini / Ixa Psybourg / Philipp Hülsenbeck / Simonne Jones
  • Uraufführung: Januar 2022, Pfauen