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01. March 2024
Blutstück an den Wiener Festwochen

 

Blutstück, die neueste Inszenierung von Leonie Böhm nach dem preisgekrönten Roman Blutbuch von Kim de l’Horizon wird vom 18. bis 20. Mai 2024 im Rahmen der Wiener Festwochen im Volkstheater gezeigt. «Leonie Böhm und Kim de l’Horizon selbst adaptieren mit Blutstück nicht einfach den Über-Bestseller Blutbuch – sondern schaffen eine völlig neue theatrale Erzählung.», so Milo Rau, künstlerischer Leiter der Wiener Festwochen. Heute Freitag hat er in Wien das Programm seiner ersten Festivalausgabe gemeinsam mit der Exekutivdirektorin Artemis Vakianis, den Künstlerinnen Florentina Holzinger, Bushra El-Turk und Caroline Guiela Nguyen und den Mitgliedern des Rates der Freien Republik Wien vorgestellt. Im Frühjahr 2024 erklären sich die Wiener Festwochen zur Freien Republik Wien, zu einer Republik der Künste: «fünfeinhalb Wochen vielstimmiges, leidenschaftliches, kämpferisches, verrücktes Welttheater!».

Auch Schauspielhaus Related Artist Christiane Jatahy, Gewinnerin des Goldenen Löwen der Biennale von Venedig, ist mit dabei. An den Wiener Festwochen lässt sie Hamlet als Frau zurückkehren. Die Wiener Festwochen gehören zu den bedeutendsten europäischen Kulturveranstaltungen. Das Kunst- und Kulturfestival findet 2024 vom 17. Mai bis am 23. Juni statt.

27. February 2024
In memoriam René Pollesch

Der Theaterregisseur und Autor René Pollesch ist gestern Montag im Alter von 61 Jahren unerwartet gestorben. Gerade vor zwei Wochen hat er an der Berliner Volksbühne mit ja nichts ist ok Premiere gefeiert. Seit rund zwei Jahren hat er die Volksbühne als Intendant geleitet. Am Schauspielhaus Zürich hat er zwischen 2009 und 2019 neun Theaterabende inszeniert, unter anderem Macht es für euch! (2012), Herein! Herein! Ich atme euch ein! (2014), Love/No Love (2015) und Hello, Mister MacGuffin! & Ich weiss nicht, was ein Ort ist, ich kenne nur seinen Preis (Manzini-Studien) (2018). Auch kommende Spielzeit hätte Pollesch eine Arbeit am Pfauen inszenieren sollen.

«Die Nachricht von René Polleschs Tod hat mich umgehauen. Nicht, weil wir uns sonderlich nahe waren – aber weil Pollesch und sein Werk eine der wenigen und grossen Kontinuitäten waren im Theater der letzten 25 Jahre. So sicher, wie es Frühling wird oder Weihnachten immer wieder kommt, gab es immer wieder, zeitweise ja alle paar Wochen, ein neues Pollesch-Stück. Es war gut zu wissen, dass das so war, auch wenn man gar nicht alles gucken konnte. Und wie auch Jahreszeiten oder Feiertage einander immer irgendwie ähnlich sind und sich doch im Laufe der Zeit massiv verändern, waren seine Stücke – vertraut und doch immer wieder völlig neu. Kaum ein Theater-Regisseur hat auf eine so konsequente Art an dem einen Werk gearbeitet – keine Ausreisser in Richtung Kinderstück, Oper, Film (oder gar Inszenierungen von Stücken anderer Autoren) – nur dieser eine grosse Text, der immer und immer weiter wächst, an dem er sein ganzes Theater-Leben lang mit seinen vielen engen Mitstreiter*innen gearbeitet hat, der alle Genres zu erfüllen vermochte - und der für uns alle Massstäbe gesetzt hat. Dass das grosse Pollesch-Stück, das für Theater-Leute auch ein bisschen das Leben war, ein Ende haben könnte, war genauso wenig vorstellbar, wie das Ende der Zeit, das ja auch irgendwann mal kommen wird. Aber doch noch nicht jetzt… » Co-Intendant Nicolas Stemann zum Tod von René Pollesch.

01. February 2024
Schauspielhaus tanzt!

Im Februar steht das Schauspielhaus Zürich im Zeichen des Tanzes! Tambourines von Trajal Harrell feiert am 7. Februar 2024 im Schiffbau Premiere. Das Schauspielhaus Zürich Dance Ensemble tanzt sich im Stück an die Seite von Hester Prynne, der Heldin von Nathaniel Hawthornes Roman Der scharlachrote Buchstabe. Nach einer bejubelten Avant-Premiere beim Festival d’Automne in Paris beginnt das Tanzensemble mit Tambourines seinen Abschied vom Schauspielhaus.

Vom 28. Februar bis 3. März 2024 finden zudem die Swiss Dance Days in Zürich statt. Im Schiffbau werden gleich zwei Stücke zu sehen sein: Pierre Pitons Open/Closed in der Box und Monkey off My Back or the Cat’s Meow von Trajal Harrell und dem Schauspielhaus Zürich Dance Ensemble in der Halle. Aus 218 Produktionen hat die Jury der Swiss Dance Days 15 inspirierende Produktionen ausgewählt, welche die Qualität und Vielfalt der hiesigen Tanzlandschaft zeigen. «Was für ein grossartiges Spektakel!» schrieb Lilo Weber in der NZZ über die Inszenierung Monkey off My Back or the Cat’s Meow, die am 3. März zum letzten Mal im Zürcher Schiffbau zu sehen sein wird.

Auch Harrells weitgereiste und vielfach gefeierte Inszenierung The Köln Concert wird am 4. März im Pfauen wiederaufgenommen. Die New York Times hat die Inszenierung zu einer der besten Tanzaufführungen des Jahres 2023 gekürt. Let’s dance, alle Vorstellungen sind bereits im Vorverkauf.

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