© Lea Hopp
Die künstlerische Praxis von Anta Recke gerinnt in Aufführungen, Filmen, Texten und Situationen. Ein zentrales Thema ihrer Arbeiten sind die Bedingungen, die dem Zusammenkommen von Artwork und Publikum zugrunde liegen. Reckes Inszenierungen folgen dabei einer Logik der Beziehungsarbeit, suchen nach Desillusion und der Bewusstseinserweiterung aller am Prozess und Ergebnis Beteiligten.
Sie studierte Szenische Künste in Hildesheim und aktuell Psychoanalytische Kulturwissenschaft und Kulturpsychologie in Berlin; von 2015 bis 2017 war sie als Regieassistentin an den Münchner Kammerspielen tätig.
Ihre Arbeiten MITTELREICH (2018) und DIE KRÄNKUNG DER MENSCHHEIT (2020) wurden zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Unter anderem als Mitbegründerin des Deutschen Museums für Schwarze Unterhaltung und Black Music verbindet sie eine langjährige künstlerische Zusammenarbeit mit Joana Tischkau, ebenso wie mit Jeremy Nedd, mit dem sie u.a. THE ECSTATIC (2019) und FROM ROCK TO ROCK (2023) erarbeitet hat.
Mit MADE IN GERMANY (ARD Degeto) legte sie 2024 ihr Serien-Debüt im Bereich Drehbuch und Regie vor. Recke war Stipendiatin des Berliner Programms Künstlerische Forschung 2024/25. Die forschende Kunstpraxis, die sie in diesem Kontext begann, überführt sie aktuell in einen prozessbasierten Film. Sowohl als Teil des Künstlerinnen-Trios Recke/Lehmann/Froelicher als auch solo inszeniert sie an verschiedenen Theatern in Europa.