© Flavia Schaub
Janiv Oron ist ein Medienkünstler und DJ, der in Basel lebt und arbeitet. Er ist Mitglied der Goldfinger Brothers, Performer sowie Komponist experimenteller elektronischer Musik und in verschiedenen Formationen aktiv. Er verfügt über einen Masterabschluss in Contemporary Arts Practice der Hochschule der Künste Bern. Zu den jüngeren Ausstellungen und Aufführungen zählen Präsentationen am Complejo Teatral de Buenos Aires; an der Beijing Art and Technology Biennale in China; an der Art Encounter Biennial in Timișoara, Rumänien; in Don Bosco’s Garden mit dem Kammerorchester Basel; an der Contemporary Istanbul mit der Öktem Aykut Art Gallery; mit der Sinfonietta Basel; an der Nationale Opera & Ballet Amsterdam; in der Tretjakow-Galerie in Moskau; in der Sala de Arte Público Siqueiros in Mexiko; am Teatro Arriaga Bilbao; im Café Oto London; sowie an weiteren Orten. Neben seiner Praxis als Künstler ist Oron auch international als DJ bekannt, unter anderem durch Battles, Clubnächte, Konzerte und Radiosendungen. Er hat erfolgreiche Partyreihen lanciert und eine eigene Sendung bei Radio SRF moderiert.
Janiv Oron arbeitet mit unterschiedlichen audiovisuellen Medien und kooperiert häufig mit anderen Künstler*innen und Akteur*innen. Dieser aktiv transdisziplinäre Ansatz ermöglicht die Erforschung einer breiten Palette von Formen und künstlerischen Feldern – darunter Klang und Klanglandschaften, Tanz und Performance, Literatur, Video und Installation. Mit seinem umfangreichen Hintergrund in Musik und als DJ beschreibt Oron seine Praxis als das direkte Übersetzen von Inspirationen in „Instrumente“ – Inspirationen, die von Subkultur und Gegenkultur über DIY-Elektronik bis hin zu paranormalen Technologien reichen. Die Modifikation und Veränderung gefundener oder bereits existierender Elemente, etwa Lautsprecher, ist ein wiederkehrendes Element seiner Arbeit. Für Oron ist Klang nicht nur ein auditives, sondern auch ein visuelles Erlebnis. Er versteht Klang als virtuelles visuelles Werkzeug, das in der Lage ist, weite imaginäre Räume im Geist zu erschaffen. Durch dieses synästhetische Verständnis wirkt Klang als Katalysator für lebendige innere Bilder und eröffnet grenzenlose Möglichkeiten für die Imagination, sich zu entfalten und neue Räume zu erkunden.