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DER LAUBBLÄSER

DER LAUBBLÄSER

von Toshiki Okada
aus dem Japanischen von Andreas Regelsberger
Auftragswerk für das Schauspielhaus Zürich
REGIE: Toshiki Okada

PFAUEN
URAUFFÜHRUNG: 15.05.2027

Der Laubbläser ist die perfekte Metapher für ein zutiefst menschliches Prinzip: Das Laub wird lediglich aus der subjektiv begrenzten Umgebung entfernt, nicht wirklich entsorgt. Verhaltensweisen nicht zu ändern oder potenzielle Bedrohungen nicht abzuwenden, sondern an andere Stelle zu verschieben – dafür steht der Begriff NIMBY, ein englisches Akronym für den Ausdruck «Not In My Backyard» (Nicht in meinem Hinterhof). Egal, welche politische Haltung der Mensch hat – er will sie oft genug nicht im eigenen Hinter­hof sehen: Windräder, Kindergärten, Clubs, Obdachlosen- und Flüchtlingsunterkünfte, Industrieparks, Endlager für Atommüll. Altruismus oder Individualismus? NIMBY ist eine Formel, mit der sich über die Ambivalenz menschlicher Haltungen, Ideale, Sorgen und Moral nachdenken lässt. In Japan ist NIMBY längst zur gängigen Vokabel im gesell­schaftlichen Diskurs geworden.

Der japanische Dramatiker und Regisseur Toshiki Okada untersucht das soziale Phänomen in einem Auftragswerk für das Schauspielhaus Zürich. Mit DER LAUBBLÄSER bringt Okada seine preisgekrönte und über viele Jahre entwickelte Formsprache endlich nach Zürich: die fantasievolle und doch minimalistische Schreibweise seiner Texte, die den Zeitgeist ins Herz trifft. Und die präzise choreografierte Körpersprache, die er mit seinem Ensemble asynchron zum Text entwickelt. Auf der Bühne wird so gleichzeitig das Innere und das Äussere der Figuren sichtbar und ins Verhältnis mit den Freuden und Absurditäten ihrer Umgebung gesetzt.

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