von Friedrich Schiller
REGIE: Elsa-Sophie Jach
PFAUEN
PREMIERE: 21.01.2027
Zwei Königinnen, ein Streit um Herrschaft. Mit MARIA STUART bringt die Regisseurin Elsa-Sophie Jach ein Meisterwerk der klassischen Dramatik auf die Bühne; einen packenden Politthriller über Macht und Moral, Leidenschaft und Politik, Würde und Verrat. Zwischen der gefangenen schottischen Königin Maria Stuart und ihrer Rivalin, der englischen Herrscherin Elisabeth I., entspinnt sich ein Konflikt, der weit über persönliche Eifersucht hinausgeht und die Grundfragen politischer Verantwortung berührt. In Schillers MARIA STUART steht hinter der Entscheidung über Leben und Tod einer politischen Gefangenen der grosse Konflikt zwischen der Macht und dem Recht.
In Elsa-Sophie Jachs Inszenierung richtet das Regieteam den Blick auf die Frage, was es bedeutet, als Frau im Patriarchat machtvoll zu agieren. Maria und Elisabeth regieren in einer Welt, in der weibliche Autorität stets unter Rechtfertigungsdruck steht. Zwischen Zuschreibung und Selbstbehauptung kämpfen beide um die Deutungshoheit über ihre Körper, ihre Biografien, ihre Politik. Wäre unter diesen Bedingungen Schwesternschaft möglich gewesen? Oder verhindert das System jede Form weiblicher Solidarität?
Bekannt für ihre politischen Gegenwartsbezüge, ihre formale Klarheit und ihre analytische Schärfe, verbindet Jach in diesem Stück sinnliche Leichtigkeit mit Präzision, grosse Spielfreude mit einem feinen rhythmischen Gespür. In ihrer ersten Inszenierung am Schauspielhaus entfesselt sie die ganze Sprachgewalt von Friedrich Schiller. Sie vertraut auf die Wucht der Verse und legt zugleich die politischen Sprengsätze im Text frei: ein Drama über Legitimation und Manipulation, über Angst und Verantwortung – eindringlich, aktuell und von beunruhigender Nähe