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Leben des Galilei - Schauspielhaus Zürich
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Leben des Galilei

Fotografie: Philip Frowein

zum Programmheft

Von Bertolt Brecht
Musik von Hanns Eisler
Inszenierung: Nicolas Stemann

 

Galilei kann es beweisen: Die Erde dreht sich um die Sonne, nicht andersrum. Er bringt sich damit in Opposition zur Obrigkeit, zum Vatikan, wird beinahe zum Revoluzzer. Erst der Moment, da er seine Erkenntnisse öffentlich selbst verleugnet, stellt einen Kompromiss zwischen wissenschaftlicher Praxis und institutioneller politischer Macht her, der die Epoche der Moderne kennzeichnen wird. Was war das: brillante Strategie, versteckter Narzissmus oder Totalversagen?

Bertolt Brecht schrieb seinen Galilei Ende der 1930er Jahre im dänischen Exil und überarbeitete das Stück zweimal, erst in den USA, später in Ostberlin. 125 Jahre nach seiner Geburt und auf den Tag genau 80 Jahre nach der Uraufführung des Stücks im Zürcher Pfauen nimmt sich Nicolas Stemann das Leben des Galilei vor. Er fragt nach den politischen Widerständen, mit denen neue Ideen heute zu kämpfen haben, und dem prekären Verhältnis von Wissenschaft und Macht im Angesicht von Krieg, Pandemie und Hyperkapitalismus.

Detaillierte Besetzung


Alicia Aumüller: Virginia, Galilei, Der Inquisitor, Andrea Sarti, Der Erste Junge
Gottfried Breitfuss: Frau Sarti, Der Doge, Der Theologe, Der Mathematiker, Bellarmin, Der Inquisitor, Galilei
Matthias Neukirch: Galilei, Sagredo, Der Hofmarschall, Die Soldaten, Die Alte Frau, Der Papst
Karin Pfammatter: Kurator, Cosmo de Medici, Barberini, Bellarmin, Der kleine Mönch, Virginia
Maximilian Reichert: Andrea Sarti, Federzoni, Erster Sekretär, Galilei, Der Grenzwärter
Sebastian Rudolph: Ludovico Marsili, Der Philosoph, Der Mathematiker, Barberini, Der Inquisitor, Galilei
Steven Sowah / Pujan Sadri: Galilei, Sagredo, Andrea Sarti, Der Zweite Junge

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Presse

«Und sie bewegt uns doch, diese Jubiläumsinszenierung: In all das Schwarz und Weiss zaubert das Ensemble so viel Farben, Töne und Tänze, in den ganzen wütenden Untergang so viel Willen zum Widerstand und, ja, auch Witz.» Tages-Anzeiger

«Mit einer grossen Feier für die Freunde des Worts, für die Fans gepflegter Unterhaltung und die Streiter für die guten Argumente.» Nachtkritik

«Die Besetzung ist geradezu hyperrealistisch perfekt, auch ist es eine Freude, die Leute auf der Bühne beim Erforschen der Geschichte zu beobachten.» Süddeutsche Zeitung

 

«Alles ist fluid, aber eins steht fest: Die Gewinner des über dreistündigen Abends sind die Ensemblemitglieder sowie, als strahlender Special Guest, die junge Sängerin, Komponistin und Performerin Andrina Bollinger.» 11.09, Tages-Anzeiger

«Die Rollenwechsel, das chorische Sprechen, die gesungenen Szenenprologe, tragen zum brechtschen Verfremdungseffekt bei, der uns die Illusionshaftigkeit des Theaters präsent halten soll und uns ermahnt, nicht alles zu glauben, was auf der Bühne geschieht. (...) Ein Weckruf, Verantwortung zu übernehmen für unser Denken.» FAZ 

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Workshop für Schulklassen: »Wer die Wahrheit nicht weiss, der ist bloss ein Dummkopf. Aber wer sie weiss und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher!«

Leben des Galilei ist ein Stück über eine Zeitwende, die von der Politik und den Menschen ein Umdenken erfordert. Das führt zu Reibung! Im spielerischen Workshop zur Einstimmung beschäftigen wir uns mit dem Spannungsverhältnis zwischen Wissenschaft und Politik sowie Macht und Verantwortung. Dabei entwerfen wir eigene Szenarien und hinterfragen die Inszenierung in Bezug auf Heute. 

Dauer: 2 Lektionen

Leitung: Manuela Runge, Theaterpädagogin Künstlerische Vermittlung Theater&Schule

Anmeldung: antonia.andreae [​at​] schauspielhaus.ch

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Autor
Bertolt Brecht
Inszenierung
Nicolas Stemann
Live-Musik
Andrina Bollinger
Bühnenbild
Jelena Nagorni
Kostümbild
Ellen Hofmann
Video
Johanna Bajohr
Licht
Christoph Kunz
Dramaturgie
Moritz Frischkorn
Alle Beteiligten anzeigen
Audience Development
Silvan Gisler
Touring & International Relations
Sonja Hildebrandt
Künstlerische Vermittlung T&S
Manuela Runge
Produktionsassistenz
Mahlia Theismann
Bühnenbildassistenz
Johanna Bajohr
Kostümbildassistenz
Renée Kraemer / Anna Toni Vyshnyakova
Produktionshospitanz
Linda Hügel
Inspizienz
Michael Durrer
Soufflage
Katja Weppler
Übertitel Einrichtung
Raman Khalaf (Panthea)
Übertitel Übersetzung
Kim  Robe
Übertitel Fahrer*innen
Maya Scharf / Josephine Scheibe / Holly Werner
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Dauer: 170 Minuten inkl. Pause

Premiere: 9. September 2023, Pfauen

 

Unterstützt von D&K DubachKeller-Stiftung

 

Die Musik von Hanns Eisler wurde für die Inszenierung bearbeitet von Andrina Bollinger und Nicolas Stemann

 

*** Umbesetzungen ***
Am 15., 20. und 21. September sowie 8., 12. Oktober spielt Pujan Sadri anstelle von Steven Sowah.
Am 21. September spielt Hannah Müller für Andrina Bollinger.
Am 21. November springt Regisseur Nicolas Stemann für Steven Sowah ein.

 

Aufführungsrechte : Suhrkamp Verlag AG, Berlin

  • Dauer: 170 Min inkl. Pause
  • Premiere: 9. September 2023, Pfauen
  • Englische Übertitel
  • 🛈 Einführung 30 Min vor der Aufführung am 8.4. und 10.4.
Einführung: Moritz Frischkorn, Dramaturgie
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Bildergalerie & Videos

Bits on Pieces
Weitere Texte und Kontexte zu unseren Inszenierungen im Schauspielhaus Journal.
«Alleine kann man die Welt
sowieso nicht retten»

Für das Programmheft von Leben des Galilei hat Moritz Frischkorn, der Dramaturg der Inszenierung, ein Interview mit dem Klimaforscher Reto Knutti geführt. Bertolt Brecht schrieb seinen Galilei Ende der 1930er Jahre im dänischen Exil und überarbeitete das Stück zweimal, erst in den USA, später in Ostberlin. 125 Jahre nach seiner Geburt und auf den Tag genau 80 Jahre nach der Uraufführung des Stücks im Zürcher Pfauen nimmt sich Nicolas Stemann das Leben des Galilei vor. Er fragt nach den politischen Widerständen, mit denen neue Ideen heute zu kämpfen haben, und dem prekären Verhältnis von Wissenschaft und Macht im Angesicht von Krieg, Pandemie und Hyperkapitalismus. Im Gespräch mit Knutti fragt Moritz Frischkorn unter anderem nach der politischen Verantwortung der Wissenschaft, dem Mut, den es für die öffentliche Positionierung braucht und den Umgang mit dem Gefühl der Ohnmacht im Angesicht globaler Krisen. 

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Die Regisseur*innen über
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Die Spielzeit 23/24 vom Schauspielhaus Zürich wird besonders. Nicht nur, weil sie die letzte Saison der Intendanz von Nicolas Stemann und Benjamin von Blomberg ist, sondern auch, weil die acht Hausregisseur*innen noch einmal alle ans Haus zurückkehren, um neue Inszenierungen zu erarbeiten. In acht kurzen Videos sprechen sie über ihre Pläne. 

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