Contre-enquêtes

Nach dem Roman Der Fall Meursault von Kamel Daoud
Inszenierung: Nicolas Stemann

Auf der Bühne zwei Männer: einer hält Albert Camus’ Der Fremde in der Hand, der andere die Überschreibung des Fremden von dem algerischen Schriftsteller Kamel Daoud: Der Fall Meursault. Diese spiegelbildliche Situation ist der Ausgangspunkt für einen leichtfüssig daherkommenden Theaterabend, der die komplizierten Verflechtungen zwischen ehemaligen Kolonisierten und ihren einstigen Kolonialherren, zwischen dem globalen Norden und dem globalen Süden, zwischen schwer Beleidigten und den (unabsichtlich?) Verletzenden in Szene setzt. Mit den beiden französischen Schauspielern Mounir Margoum und Thierry Raynaud, deren eigene Biografien ebenso mit der kolonialen Vergangenheit verknüpft sind wie die von Kamel Daoud und Albert Camus, hat Nicolas Stemann am Théâtre de Vidy in Lausanne einen Abend geschaffen, in dem Argumente in Sekundenschnelle die Seiten wechseln und Theater zum überraschend brauchbaren Mittel wird, um Zusammenhänge in Vergangenheit und Gegenwart zu begreifen.

 

Mit Mounir Margoum / Thierry Raynaud
Inszenierung und Bühnenbild
Nicolas Stemann
Kostümbild
Marysol del Castillo
Video
Claudia Lehmann
Musik
Paloma Colombe / Nicolas Stemann
Dramaturgie
Katinka Deecke

Eine Koproduktion mit Théâtre de Vidy, Lausanne

  • Zürich-Premiere: Januar 2023, Schiffbau-Box
  • Auf Französisch mit deutschen Übertiteln
Bits on Pieces
Weitere Texte und Kontexte zu unseren Inszenierungen im Schauspielhaus Journal.
Die Regisseur*innen über
die Spielzeit 22/23

In sieben kurzen Videos sprechen Trajal Harrell, Nicolas Stemann, Yana Ross, Christopher Rüping, Suna Gürler, Wu Tsang und Stas Zhyrkov über ihre Pläne für die kommende Spielzeit.

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Die 8 Regisseur*innen im Chat.