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WER HAT ANGST VOR EMILIA GALOTTI?

WER HAT ANGST VOR EMILIA GALOTTI?

Ein dramatischer Dialog mit Lessings «Emilia Galotti»
von Fiona Schreier (netzwerk wildi blaatere)
Auftragswerk für das Schauspielhaus Zürich
REGIE: Johanna Benrath (nwb)

SCHIFFBAU BOX
URAUFFÜHRUNG: 06.02.2027

ab 14 Jahren
Eine Produktion des Jungen Schauspielhauses

Mit Emilia Galotti schuf Gotthold Ephraim Lessing im Jahr 1772 ein bürgerliches Trauerspiel von brutaler Wucht, das bis heute in Schulen gelesen und in Theatern aufgeführt wird. Im Mittelpunkt steht Emilia Galotti als titelgebende Figur: jung, tugendhaft und begehrt. Und doch erscheint sie selbst nur in wenigen Szenen auf der Bühne. Sechs Auftritte genügen, um das Schicksal aller anderen Figuren in Bewegung zu setzen.

Jahrelang ist eine bekannte Schauspielerin als Emilia Galotti auf der Bühne gestorben. Emilia und sie sind dabei älter geworden. Zu alt, findet der Regisseur der Erfolgs­inszenierung und beauftragt seine Protagonistin damit, ihre Nachfolgerin einzuarbeiten. Die will zwar gerne eine Titelrolle übernehmen, hat aber sehr eigene Vorstellungen von deren Interpretation. Und ob sie am Ende den Bühnen­tod sterben wird, das muss sich auch erst noch zeigen. Während sie die zentralen Szenen des Stückes proben, ringen die bisherige und die zukünftige Emilia um die Deutungs­hoheit über ihre Figur. Hat die Nicht-­mehr-­Emilia sich zu vieles gefallen lassen? Hat die Noch­-nicht-­Emilia eine Ahnung, was die ältere Generation für sie erkämpft hat?

In einer Zeit, in der überlieferte Geschlechterrollen leidenschaftlich infrage gestellt und vehement verteidigt werden, geht das netzwerk wildi blaatere dahin, wo wir sie (re)produzieren, und fragt, was der Kanon uns heute noch zu sagen hat.

 

♥ Das Junge Schauspielhaus wird unterstützt vom Komplizen Klub.

MUSIK
Adrian Meyer (ADO)
KÜNSTLERISCHE VERMITTLUNG
Ali Napoé
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