von Johann Wolfgang Goethe
Bühnenfassung von Pınar Karabulut
REGIE: Pınar Karabulut
PFAUEN
PREMIERE: 12.12.2026
Ein Liebeskummer im 18. Jahrhundert: Auf dem Weg zum Ball lernt der junge Werther Lotte kennen – und verliebt sich sofort Hals über Kopf. Als dann am gleichen Abend zwischen den beiden bereits spürbar die Funken fliegen, macht Lotte keinen Hehl daraus, mit dem Beamten Albert «so gut als verlobt» zu sein. Dies hindert Werther jedoch nicht daran, sich ganz auf Lotte zu fixieren – im Gegenteil. Von nun an verbringt er jede freie Minute mit ihr und freundet sich später sogar mit Albert an. Doch bald gerät die fragile Konstellation aus den Fugen, und Werthers emotionale Achterbahn aus Hingabe, Eifersucht und Verzweiflung mündet in einer tiefgreifenden Depression.
Mit seinem Frühwerk DIE LEIDEN DES JUNGEN WERTHER (1774) wurde der damals erst 25-jährige Johann Wolfgang Goethe über Nacht zum Shootingstar. Sein stark autobiografisch geprägter Briefroman zählt bis heute zu den Höhepunkten des Sturm und Drang – einer literarischen Strömung, die mit ihrem Fokus auf Emotion, Subjektivität und Freiheit gegen die rational geprägte Aufklärung rebellierte. Dabei steht ein Männlichkeitsbild im Zentrum, das bis heute nach seinem Platz in der westlichen Gesellschaft sucht: eine empfindsame, verletzliche, weiche Männlichkeit.
Mit DIE LEIDEN DES JUNGEN WERTHER setzt die Co-Intendantin Pınar Karabulut nach Shakespeares EIN SOMMERNACHTSTRAUM ihre Auseinandersetzung mit den grossen Fragen der Liebe fort: Wer darf innerhalb gesellschaftlicher Ordnungen Gefühle zeigen – und wer nicht?
♥ Unterstützt von der Gesellschaft der Freunde des Schauspielhauses