Musiktheater von Ruedi Häusermann
mit Texten von Robert Walser
REGIE & KOMPOSITION: Ruedi Häusermann
PFAUEN
URAUFFÜHRUNG: 06.02.2026
1 Stunde 50 Minuten (keine Pause)
Wieder und wieder findet der Komponist und Regisseur Ruedi Häusermann in Robert Walsers Weltsichten scharfsinnige Entsprechungen zu dem, was ihn als Mensch und Künstler beschäftigt, so auch in seinem neusten Theaterabend für das Schauspielhaus Zürich. Ein Meister war Robert Walser darin, das scheinbar Nebensächliche wachsen zu lassen. Er verehrte zaudernde Wölkchen, träumerische Unwissenheit oder gedankenlose, weil nur gedachte Gedanken, und folgert: «Seriöseste Menschen haben mitunter eine Langezeit nach der Ungezwungenheit des Spielens.»
Nicht zuletzt darum wird Häusermann selbst mit seinem Trio und dem Streichquartett Kubus Kollektiv auf der Bühne sein, gemeinsam mit drei Schauspieler*innen konzertierend und spielend. Der Sound einer Waschmaschine hier, das Rauschen einer akribisch ausgeführten Komposition dort. Das eine im anderen zu erleben, wird zum lustvollen Spiel. Alltags-Petitessen in einer Stadtfassade aus Papier verwickeln sich in Gedanken über das Menschsein.
«Wo die Ferne verschwindet, rückt die Nähe zärtlich nahe.» – Robert Walser
Unterstützt von der Else v. Sick Stiftung
TONBEISPIELE
Für musikalische Auszüge aus dem Stück verweisen wir Sie auf SoundCloud.
«Willkommen in der verschrobenen Klangspielwelt: Komponist und Theatermacher Ruedi Häusermann zeigt, wie man das Leben feiern kann. [...] Ein Theaterabend wie eine Umarmung. Genau das, was man in diesen irren Zeiten braucht.»
«Der Abend ist halb Konzert, halb Spiel, oft beides. Konsequent hält sich Ruedi Häusermann dabei an das scheinbar Kleine, lässt aber dem Publikum in jedem Moment genug Raum, um das Große zu assoziieren.»
«Alles gerät (gewollt) immer etwas aus der Spur, ist aber wunderbar stimmig. [...] Häusermann sucht im Verbund mit Walser das Unernste im Ernst und das Ernste im Unernsten.»
«Ein Stück Musiktheater, in dem Häusermann seine alte Liebe zu Robert Walser zelebriert. [...] Es geht weniger um Sinn als um Sinnlichkeit, und diese kulminiert bei Häusermann im Klang der Musik und im Tonfall der Sprache.»