von Barbi Marković
Auftragswerk für das Schauspielhaus Zürich
REGIE: Christina Tscharyiski
PFAUEN
URAUFFÜHRUNG: 17.01.2026
Aufführungsrechte schaefersphilippen
Das Dreieck: stabil und zugleich unsicher – wie ein Holzschemel, der wackelt, aber nie fällt. Kein Wunder, dass Dreierkonstellationen faszinieren. So auch die Psychologin Evelyn, die in eine Wiener Altbauwohnung zieht und dort drei Schwestern begegnet, während sich draussen ein Zeitenumbruch zusammenbraut. Zwischen spooky Anflügen und manchmal nicht ganz so mildem Horror entfaltet sich eine Dark Comedy, deren Humor genau dort ansetzt, wo es weh tut.
In ihrem ersten Auftragswerk für das Schauspielhaus Zürich erforscht die zuletzt mit dem Preis der Leipziger Buchmesse und dem Carl-Amery Literaturpreis ausgezeichnete Autorin Barbi Marković die Beziehung dreier Schwestern, so eng verbunden, dass Nähe zur Waffe wird. Ohne Filter, ohne Distanz, ohne Selbstkontrolle spielen sie ein gnadenloses Strategiespiel familiärer Abhängigkeit.
Starke Frauenfiguren tragen hier Kämpfe, Ärgernisse und Freuden des Lebens aus – mit Witz, Schmerz und Tempo. Die Anspielung auf Tschechow ist purer Zufall und volle Absicht.
Markovićs Texte wie „Minihorror“, „Superheldinnen“ und „Die verschissene Zeit“ sind humorvoll, tiefsinnig und surreal. Die Regisseurin Christina Bona Maria Tscharyiski widmet sich nach Stefanie Sargnagel, Gerhild Steinbuch und Ferdinand Schmalz mit Barbi Marković einer neuen zeitgenössischen Stimme übersetzt sie mit Sinn für Sprache und Leidenschaft fürs Schauspiel auf die Bühne. Gemeinsam mit einem kraftvollen Ensemble bringt sie das Stück zum Jahresauftakt zur Uraufführung.