Graveyard Shift: Klein

Die Praxis der aus Südlondon stammenden Künstlerin Klein als multdisziplinär zu bezeichnen, greift zu kurz. Ob es sich um ihr Spielfilmdebüt Care, Gruppenausstellungen mit Künstler*innen wie Arthur Jafa und Christelle Oyiri, ihre zahlreichen Webdesign-Projekte oder ihre Arbeit im Bereich Film und Sound handelt, alles ist miteinander verwoben und verschränkt. Auch als Komponistin verbindet Klein mit Konsequenz Elemente aus Klassik, Drone, Noise und Rap mit avantgardistischen Methoden und Formen. Für ihr 2021 erschienenes Album Harmattan wurde sie zu einem Ein-Personen-Orchester, das vom Klavier über Streichinstrumente bis zum Saxophon alles selbst einspielte. Klein entwickelt beständig weiter, was es bedeutet, persönliche Referenzen in kollektiven Erfahrungen münden zu lassen. Und live? Kann im Sinne dieses Prinzips der radikalen Freiheit entsprechend alles passieren.

 

Weiterführende Links

Eine Rezension eines Konzerts von Klein in The Guardian

Eine Rezension des Albums Lifetime bei Pitchfork

Der YouTube Account von Klein

Homepage des Films Care

Der Film Care basiert auf einem Musical, das Klein 2018 für das ICA London geschrieben hat und sich mit dem Sozialsystem Englands auseinandersetzt. Der Film wurde im Frühjahr 2021 gedreht und zeigt unter anderem ein Ensemble von Kindern sowie die Musiker*innen Mica Levi & Kwake Bass, die Grime-MCs Musti & Kibo und den Poeten Fred Moten, der Abikes Vater spielt. Die Illustrationen stammen von Evie O'Connor. Abike wird von Klein selbst gespielt.

Mit
Klein

Die Kooperation mit dem Bad Bonn wird auch in der Spielzeit 22/23 fortgesetzt. In vier Konzerten und einem Festival zum Ende der Spielzeit wird die Performativität von Musik im Kontext des Theaters fokussiert.

Die Konzertreihe Graveyard Shift wird kuratiert von Daniel Fontana vom Bad Bonn und Mathis Neuhaus.

Daten
Sa 07.01. 20:30 Schiffbau-Box
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