Antigone

Von Sophokles
Inszenierung: Stas Zhyrkov

Zur Eröffnung der Spielzeit erkennt ein Mensch seine Schuld und übergibt sich dem Gericht. Zum Ende der Spielzeit wird eben jenes Gericht, das durch einen Krieg Ordnung wiederhergestellt hat, selbst angeklagt, Unrecht über Recht gestellt und sich schuldig gemacht zu haben. Nach Sophokles’ Ödipus zur Spielzeiteröffnung beschliesst seine Antigone die Saison. Und eröffnet damit eine Zusammenarbeit mit dem Kyiver Left Bank Theatre und dessen Intendanten Stas Zhyrkov. Nicht nur in der Ukraine, sondern in vielen Ländern der Welt sind Künstler*innen Kriegen, Verfolgung, Schikane und Tod ausgesetzt und müssen jenseits ihrer Heimat Schutz und Arbeit finden. Theater können dazu beitragen, Kunst und Künstler*innen durch die schweren Zeiten der Verfolgung zu begleiten und somit das Bild der Geschichte, wie sie einst geschrieben werden wird, mitzugestalten – hätten nicht Entscheidungen und Zufälle während 2.500 Jahren Sophokles’ Texte bis zu uns heute gerettet, sähen das Theater und vermutlich auch die Welt anders aus. Mit der ukrainischen Antigone macht das Schauspielhaus den Versuch, an eine Tradition des Schauspielhaus Zürich als Exil-Theater anzuknüpfen und ein Forum zumindest für einige wenige jener Stimmen zu bieten.

 

Inszenierung
Stas Zhyrkov
Künstlerische Beratung
Yana Ross

Hinweis: Um Künstler*innen in Kriegen und fragilen Kontexten zu unterstützen, können Sie der global agierenden Nichtregierungsorganisation Artists at Risk spenden:
Empfänger: Perpetuum Mobile ry
Betreff: Schauspielhaus Zurich für Artists at Risk
IBAN: FI3557230220772060
BIC: OKOYFIHH
www.artistsatrisk.org

Bits on Pieces
Weitere Texte und Kontexte zu unseren Inszenierungen im Schauspielhaus Journal.
Die Regisseur*innen über
die Spielzeit 22/23

In sieben kurzen Videos sprechen Trajal Harrell, Nicolas Stemann, Yana Ross, Christopher Rüping, Suna Gürler, Wu Tsang und Stas Zhyrkov über ihre Pläne für die kommende Spielzeit.

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Die 8 Regisseur*innen im Chat.