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27. Januar 2023
Related Artist Milo Rau wird Intendant der Wiener Festwochen

Schauspielhaus Related Artist Milo Rau wird Intendant der Wiener Festwochen. Das Kunst- und Kulturfestival gehört zu den bedeutendsten europäischen Kutlurveranstaltungen. Rau wird die künstlerische Leitung des Festivals bereits ab Juli 2023 übernehmen und die Ausgabe 2024 als Intendant verantworten. Er plant, in den nächsten fünf Jahren in Wien «ein mythisches, gewaltiges, umstrittenes Theater-Fest zu schaffen», das alle Menschen anspricht, «ein vielstimmiges, formal diverses, leidenschaftliches und kämpferisches Welttheater», so die Wiener Festwochen.

Milo Rau ist seit 2018/19 Intendant des Theaters NTGent in Belgien und gibt die Stelle nun mit dem Wechsel nach Wien auf. Seit 2019/20 ist er zudem als Related Artist mit dem Schauspielhaus Zürich verknüpft, wo in den letzten Jahren seine Arbeiten Orest in Mossul, Das Kongo Tribunal und Wilhelm Tell zu sehen waren. Wilhelm Tell gehörte in der Spielzeit 21/22 zu den erfolgreichsten Inszenierungen am Schauspielhaus und ist im Februar noch zweimal im Pfauen zu sehen.

Zu den Wiener Festwochen wurde 2022 Christopher Rüpings Produktion Der Ring des Nibelungen eingeladen sowie die Koproduktion Depois do silêncio (Nach der Stille) von Christiane Jatahy, die letzten Sommer in Wien Premiere feierte und nun vom 9. bis 12. Februar im Schiffbau als Zürich-Premiere gezeigt wird. Der Ring des Nibelungen wird im Pfauen ab April wiederaufgenommen.

25. Januar 2023
Casting Call

Im September 2023 bringt die brasilianische Regisseurin Christiane Jatahy ein neues Stück am Schauspielhaus Zürich auf die Bühne. Nachdem sie in der Spielzeit 2021/22 im Pfauen das Stück Before the Sky Falls inszenierte,
wird sie nun ein neues Stück in der Box im Schiffbau inszenieren. Das Stück ist für sechs Schauspieler*innen, vier davon kommen aus dem Ensemble des Schauspielhauses und für zwei Rollen suchen wir Euch. In dem Stück geht es um die Freundschaft zweier Jungen, einer ist arm und einer ist reich. Es geht um einen Lehrer, der einen Schüler dazu ermutigt Schriftsteller zu werden und es geht um das schwierige Verhältnis zwischen Realität und Fiktion.

24. Januar 2023
Geschäftsbericht 21/22:
Vielfältiges Programm in pandemisch durchzogener Spielzeit

Anlässlich der Generalversammlung vom 24. Januar 2023 veröffentlicht die Schauspielhaus Zürich AG ihren Geschäftsbericht der Spielzeit 2021/22. In der dritten Spielzeit unter der Intendanz von Nicolas Stemann und Benjamin von Blomberg konnte erstmals das gesamte Programm vor Publikum gezeigt werden. Die Pandemie beeinflusste indes auch dieses Berichtsjahr massgeblich.
Von den 18 Premieren im Spielplan gehörten gehörten u.a. Der Besuch der alten Dame und das Familienstück König der Frösche, inszeniert von Co-Intendant Nicolas Stemann sowie Milo Raus Wilhelm Tell zu den meistbesuchten Stücken. Rund 80'000 Zuschauer*innen besuchten insgesamt 464 Veranstaltungen des Schauspielhauses.
Eine wesentliche Rolle spielten auch die Gastspiele, Einladungen zu internationalen Festivals und lokale Kooperationen. 60 Vorstellungen wurden ausserhalb von Zürich gespielt. Die bereits mehrfach preisgekrönte Inszenierung Einfach das Ende der Welt von Christopher Rüping wurde mit dem NESTROY-Preis ausgezeichnet. Der Kurt-Hübner-Regiepreis ging an Leonie Böhm für ihre Medea*-Inszenierung.
Trotz der künstlerischen Ergiebigkeit des Programms entsprach das Publikumsaufkommen, vor allem ab Januar 2022, nicht den Erwartungen. Die Jahresrechnung schliesst zum dritten Mal in Folge mit einer Null dank der Auflösung von Covid-Rückstellungen. Die Einnahmen aus Sponsoring und Fundraising nahmen zu dank der langjährigen Partnerschaften mit dem Migros Kulturprozent, Swiss Re und der Zürcher Kantonalbank, Stiftungen, privaten Gönner*innen sowie neuen Unterstützer*innen.

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