Ein offener Brief an Zürich
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03. März 2021
Sanfte Öffnung im März

Sanft - wie das Motto der Tender Talks und vorsichtig wagen wir uns zurück. Im Februar haben wir nach einem gemeinsamen Entscheidungsfindungsprozess im Haus bewusst auf Proben, Live-Vorstellungen, Kontakte und Mobilität verzichtet, um die Eindämmung der Pandemie zu unterstützen. Nun freuen wir uns auf die sanfte Phase der Öffnung ab Mitte März. Wir nehmen das Format Streamy Thursday wieder auf und verwandeln den Pfauen vorübergehend in einen Ausstellungsraum.

Im März melden wir uns wieder jeden Donnerstagabend live. Am 4. März gibt Hausregisseurin Wu Tsang gemeinsam mit zwölf Ensemble-Mitgliedern mit einer ersten Lesung auf Zoom Einblick in die Produktion Moby Dick, die in der nächsten Spielzeit im Pfauen Premiere feiern wird. «Man merkt: Da entsteht etwas sehr Spezielles.» schreibt Stefan Busz im Züritipp über Moby Dick von Wu Tsang.

Am 18. März streamen wir erstmals wieder live und mit Medea* von Leonie Böhm eine der beiden Inszenierungen, die von uns zum diesjährigen Theatertreffen eingeladen worden sind. Am 27. März übertragen wir im Rahmen der Open Haus Reihe TriOlogie des Streichtrios Elodie Théry, Meredith Kuliew und Anna Mikolasek aus dem noch leeren Pfauen.

Im März ist der Pfauen aber bereits wieder teilweise offen. Vom 13. bis 28. März lädt Lena Schwarz, Ensemble-Mitglied und zugleich bildende Künstlerin, in den Pfauen ein: Zusammen mit dem polnischen Maler Krzysztof Gruse (Bochum/Bydgoszcz) und dem Schweizer Künstlerduo Schumacher/Clavadetscher baut sie mit Traumkapelle II eine Installation in die Kammer, eingebettet in Tonspuren von Michael Neuenschwander und Christian Szyska.

Die Tender Talks führen wir im März jeden zweiten Donnerstagabend weiter. Am 11. März trifft Drag auf Diskurs: Vaginal Davis und Carolin Emcke begegnen sich bei der dritten Ausgabe der Tender Talks. Beim Tender Talk #4 am 25. März spricht Mithu Sanyal mit Annie Sprinkle und Beth Stephens.

Auch die Theatertreffen-Produktion Einfach das Ende der Welt von Christopher Rüping wird hoffentlich schon bald wieder eine Rolle spielen und zwar bei der Wiederöffnung unserer Bühnen für Theateraufführungen. Falls es die Situation erlaubt, nehmen wir unseren Spielbetrieb ab dem 10. April wieder auf. Wir freuen uns auf Sie!

23. Februar 2021
«School of Resistance» Livestream mit Milo Rau

Die Akademie der Künste, Berlin, präsentiert in der letzten Februarwoche 2021 das filmische Werk von Milo Rau, Related Artist des Schauspielhaus Zürich, im Rahmen der Livestream-Debattenreihe «School of Resistance». In Kooperation mit Milo Rau und dem IIPM (International Institute of Political Murder) streamen wir die ersten vier Tage der Veranstaltungsreihe auf unserer Website. Vom 24. bis 27. Februar 2021 übertragen wir die Diskussionen nach den Filmscreenings live aus der Akademie der Künste. Unter anderem werden auch Orest in Mossul (2020) und Das Kongo Tribunal (2017) gezeigt, die am Schauspielhaus Zürich zu sehen waren.

Auf der Suche nach Strategien des Widerstands gründete Milo Rau im Mai 2020 gemeinsam mit dem IIPM und dem NTGent die global vernetzte «School of Resistance» als Livestream-Debattenreihe. Wie kann Kunst auf Zustände der Krise reagieren? Wie kann sie zu Strategien des Widerstands beitragen? Aktivist*innen und Künstler*innen diskutieren gemeinsam über Kunst als transformatorische, realitätsschaffende Praxis und hinterfragen ästhetische Praktiken des Widerstands, die Bedingungen globaler Kunstproduktion ebenso wie die künstlerischen Strategien des IIPM selbst.

09. Februar 2021
Einfach das Ende der Welt und Medea* zum Theatertreffen 2021 eingeladen

Gleich zwei Produktionen des Schauspielhaus Zürich wurden zum 58. Berliner Theatertreffen eingeladen: Einfach das Ende der Welt nach Jean-Luc Lagarce, inszeniert von Christopher Rüping (Premiere: 3. Dezember 2020, Schiffbau-Halle) und Medea* nach Euripides, inszeniert von Leonie Böhm (Premiere: 19. September 2020, Schiffbau-Box). Somit ist Rüping bereits zum vierten Mal ans Theatertreffen eingeladen und erstmals mit einer Produktion des Schauspielhaus Zürich. Wir freuen uns sehr und gratulieren unseren beiden Hausregisseur*innen herzlich!

Die Jury des Theatertreffens diskutierte im Zeitraum vom 27. Januar 2020 bis 5. Februar 2021 insgesamt 285 Inszenierungen aus 60 Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. 531 Voten gingen ein und insgesamt 26 Inszenierungen wurden vorgeschlagen und diskutiert. Davon hat die Jury zehn «bemerkenswerte Inszenierungen eines aussergewöhnlichen und herausfordernden Theaterjahres» für die Einladung zum Theatertreffen nominiert.

Neben einer digitalen Festivalausgabe im Mai 2021 sind unterschiedliche Festival-Szenarien in Planung. Details zur Durchführung des 58. Theatertreffens werden im März kommuniziert. Jährlich werden beim Theatertreffen der Theaterpreis Berlin der Stiftung Preussische Seehandlung, der 3sat-Preis sowie zum Festivalabschluss der Alfred-Kerr-Darstellerpreis vergeben.

Pressemitteilung, Theatertreffen 2021: Die 10er Auswahl
 

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