Audrey Merilus ist eine französisch-karibische Künstlerin, die in Brüssel und Paris lebt und deren künstlerische Arbeit sich auf Performance und Choreografie konzentriert. Sie studierte am Regionalkonservatorium in Paris und setzte ihre Ausbildung am Nationalen Konservatorium für Musik und Tanz in Lyon fort. Anschließend erwarb sie einen Bachelor-Abschluss in Tanz im Rahmen des Ausbildungszyklus bei P.A.R.T.S.
Sie hat an verschiedenen internationalen Produktionen mitgewirkt und mit Künstler*innen wie Gisèle Vienne, Soa Ratsifandrihana, Florentina Holzinger, Maud Le Pladec, Michiel Vandevelde und Rosas zusammengearbeitet. Aufbauend auf ihrer künstlerischen Laufbahn hat sie zudem eine kuratorische Praxis entwickelt. Im Rahmen der zehnten Ausgabe von „Radiant Nights“ im DeSingel initiierte sie das Projekt „Collective Memories“ und lud mehrere Künstler*innen ein, an zwei Abenden Werke zu präsentieren, die Performance, Literatur, bildende Kunst, Textilien und Klang miteinander verbanden.
Zuletzt arbeitete sie als Dramaturgin an Stanley Olliviers Theaterstück „Spine of Desire: Wounds Without Tears, Out of One Skin in Diamonds and Shit“ aus dem Jahr 2025. Nachdem sie bereits mehrfach mit Florentina Holzinger zusammengearbeitet hatte, arbeitet sie derzeit erneut mit ihr an einem neuen Projekt für die Biennale in Venedig im österreichischen Pavillon. Neben ihrer Arbeit in der Zusammenarbeit entwickelt sie derzeit ihr erstes choreografisches Projekt mit dem Arbeitstitel „Moved by the Memories of Affects“. Seit ihrer Teilnahme an Gisèle Viennes „Crowd“ im Jahr 2026 arbeitet sie weiterhin mit der Compagnie zusammen und wird in deren kommender Produktion ARCHIVES OF FEELINGS am Schauspielhaus Zürich auftreten.