HAUPTPARTNER*INNEN:

KUNST ALS EXIL

KUNST ALS EXIL

Lese- und Gesprächsreihe zum 100. Jubiläum

PFAUEN
PFAUEN KAMMER

Das Schauspielhaus Zürich hat eine schillernde Geschichte. Wesentlich an ihr mitgeschrieben haben jene deutsche Künstler*innen, die in den 1930er- und 40er-Jahren in Zürich Zuflucht gefunden haben. Und jene couragierten Menschen wie der damalige Direktor Ferdinand Rieser und der Dramaturg Kurt Hirschfeld, die sie ans Schauspielhaus holten – meist unter schwierigsten Umständen und gegen den Widerstand bedeutender Teile der Stadtgesellschaft. KUNST ALS EXIL ist ihrem Andenken gewidmet, ihren Biografien und Werken. Aber auch ihren Nachkommen: den Künstler*innen, die heute im Schweizer Exil leben und arbeiten. Inwiefern verbindet die Erfahrung des Exils über die Zeiten hinweg? Und wie beeinflusst sie das künstlerische Schaffen?


«UNSERE ZUGEHÖRIGKEIT ALS KÜNSTLER*INNEN LIEGT IN UNSERER UNZUGEHÖRIGKEIT», Gespräch mit Ensemble-Mitglied Mouataz Alshaltou. Zum Interview
 

«NICHT WILLKOMMEN», Gespräch mit Brecht-Forscher Werner Wüthrich. Zum Interview

Nr. 1: BRECHT DAMALS UND HEUTE

Der Auftakt zu unserer Reihe KUNST ALS EXIL ist Bertolt Brecht gewidmet. Der wohl bekannteste deutschsprachige Dramatiker und Theatertheoretiker seiner Zeit musste 1933 ins Exil flüchten und setzte sich in seinem poetischen und dramatischen Werk immer wieder mit diesem Zustand der Gastbehaustheit auseinander. Sein Weg führte ihn in jenen Jahren auch mehrfach in die Schweiz, zu der er – und die zu ihm – zeitlebens ein ambivalentes Verhältnis hatte.

Das Schauspielhaus Zürich eröffnet seine Jubiläumsspielzeit mit Brechts berühmtesten Stück: DIE DREIGROSCHENOPER. Neun Tage nach der Premiere im Pfauen diskutiert deren Regisseurin und Schauspielhaus Co-Intendantin Pınar Karabulut mit dem Leiter des Berliner Bertolt-Brecht-Archivs, Noah Willumsen, darüber, wie lebendig das Erbe Brechts heute noch ist.  

Im zweiten Teil des Abends blicken wir zurück auf Brechts Jahre im Schweizer Exil. Davon erzählt der Film «Wer keinen Pass hat ist ein Hund – Bertolt Brecht und die Schweiz» (Schweiz 2004, Regie: Bruno Moll), der an diesem Abend gezeigt wird. Im Anschluss daran sprechen wir mit dem Schweizer Schriftsteller und Brechtforscher Werner Wüthrich, der die Dreharbeiten beratend begleitet hat

Zwischen den beiden Teilen des Abends laden wir Sie herzlich zu einem Apéro und Austausch im Foyer ein.
 

MIT: Pınar Karabulut, Noah Willumsen, Werner Wüthrich
MODERATION: Nina Rühmeier

Nr. 2: HEIMAT/HOME 2.0

Wie lässt sich Heimat neu denken, wenn Zugehörigkeit ständig ausgehandelt werden muss? Ausgehend von der Jubiläumsausgabe «heimat/home 2.0» des Magazins zwischentext entsteht eine vielstimmige szenische Lesung, die persönliche Texte, kollektives Schreiben und performative Elemente verbindet.

Eine Kollaboration des zwischentext-kollektiv mit dem Zürcher Institut für Interreligiösen Dialog ZIID und Schauspielhaus Zürich. «heimat/home 2.0» ist Teil der Schweizer Ausgabe von «heimaten», dem dezentralen Festival für plurale Demokratie des Hauses der Kulturen der Welt (HKW, Berlin).


MIT: Aina Rea Aliotta, Yazan Alkhalaf, Arzije Asani, Gebreeyesus Kiros Asfaw, Ana Branković, Chun Chen, Lorena Cipriano, Mërgim Gutaj, artan islamaj, Fatima Moumouni, Emilio Nasser, Oana Popa, Ralph Tharayil, Sarina Tharayil, Tolga Yalın & Îrfan Yildiz

KÜNSTLERISCHE LEITUNG: artan islamaj & Oana Popa

DRAMATURGISCHE BEGLEITUNG: Hannan Salamat & Rebecca Ajnwojner

SOUNDDESIGN: Zainab Lascandri

Nr. 3: DIE BRILLE DES NASSIM NACHTGEIST

Eine Lesung im Rahmen von ZÜRICH LIEST aus dem Roman von Lotte Schwarz

Zürich 1934: In der Pension Comi gewährt das russische und jüdische Ehepaar Paksmann zahlreichen Geflüchteten Unterkunft. Darunter die deutsche Kommunistin Lisette – alter Ego der Autorin Lotte Schwarz.


MIT: Lorena Handschin und Henri Mertens

Nr. 4: DIE KINDER AUS NUMMER 67

Eine Lesung im Rahmen von ZÜRICH LIEST aus dem Roman von Lisa Tetzner

JUNGES SCHAUSPIELHAUS
Lesung ab 9 Jahren

Berlin in den frühen 1930er-Jahren: Trotz Not, Arbeitslosigkeit und dem aufkommenden Nationalsozialismus hält die Kinderbande aus dem Mietshaus Nr. 67 fest zusammen. Ensemblemitglied Lev Friedmann liest aus dem ersten Band von Lisa Tetzners erfolgreicher und im Schweizer Exil geschriebener Kinderbuchreihe.
 

MIT: Lev Friedmann

SA 26.09.
Einführung 19.30 Uhr

Nr. 1: BRECHT DAMALS UND HEUTE

PFAUEN
SO 18.10.

Nr. 2: HEIMAT/HOME 2.0

PFAUEN
MI 21.10.

Nr. 3: DIE BRILLE DES NASSIM NACHTGEIST

PFAUEN KAMMER
SO 25.10.

Nr. 4: DIE KINDER AUS NUMMER 67

PFAUEN KAMMER
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