Fotoausstellung zum 100. Jubiläum
PFAUEN FOYER
Ab 17.09.2026
1926 liess Ferdinand Rieser den Pfauen zum ersten modernen Sprechtheater Zürichs umbauen.Seitdem entstanden am Haus sechs Inszenierungen der «Dreigroschenoper» von Bertolt Brecht, unter Mitarbeit Elisabeth Hauptmanns und mit der Musik von Kurt Weill. Hundert Jahre nach dem wegweisenden Umbau eröffnet Co-Intendantin Pınar Karabulut die Jubiläumsspielzeit mit ihrer eigenen Interpretation von Brechts frühem Erfolgsstück. Sie erinnert damit auch an die Bedeutung Bertolt Brechts für das Schauspielhaus Zürich. Wichtige spätere Werke Brechts, wie «Leben des Galilei», «Der gute Mensch von Sezuan» (beide 1943) und «Herr Puntila und sein Knecht Matti» (1948) kamen im Pfauen zur Uraufführung und prägten die Geschichte des Hauses. Brecht selbst fand in den 1930er und 40er Jahren vorübergehend in Zürich Exil. Die Ausstellung «DIE DREIGROSCHENOPER» AM SCHAUSPIELHAUS ZÜRICH nimmt uns mit auf eine Reise durch die Jahrzehnte, zu den Menschen, die den Pfauen belebt haben und den Ästhetiken in denen sie arbeiteten.
Zum ersten Mal auf der Pfauen-Bühne zu sehen war «Die Dreigroschenoper» schon 1935 in einem europaweit gefeierten Gastspiel der tschechischen Avantgarde-Gruppe D35. Es musste wegen Sicherheitsbedenken nach heftigen Strassenproteste der rechtsextremen Nationalen Front vorzeitig abgebrochen werden. An diese Inszenierung erinnern keine Bilder. Doch im kollektiven Gedächtnis und der gelebten antifaschistischen Tradition des Schauspielhauses bleibt sie verankert.