enterspaces

Inspiriert von der Reihe Exit Racism, gegründet von Thelma Buabeng und Laura Paetau zu Beginn dieser Intendanz, setzen wir den Gedanken und die Praxis fort, diskriminierungsärmere Orte am Theater zu schaffen und andere Formate des Austauschs und des Dialogs zu gestalten.

Wie schafft ein Theater neue und sichere(re) Räume für marginalisierte Menschen einer Stadtgesellschaft zu schaffen? Welche Formen von “Third Spaces” kann es geben und wie können wir Schritt für Schritt diesen Weg gehen?

Brandy Butler und Miriam Ibrahim setzten sich zusammen, grübelten, brainstormten und gründeten enterspaces: Eine neue Signatur Reihe, die unterschiedliche Formate für BIPoC* und Allies* sowie unterschiedliche Safer Spaces* gestaltet, die Begegnungen, Kunst-Rezipieren, Austausch und Empowerment ermöglichen.:

Die enterspaces BIPoC-Zuschauer*innen Gruppe lädt BIPoC* zu einem gemeinsamen Theaterbesuch, inkl. Vor- und Nachgespräch ein.. Das Gruppengefühl kann wohltuend sein und vor möglichen Mikroaggressionen des Alltags schützen. Nach der Vorstellung kommen wir im Safer Space zusammen und tauschen uns über das Gesehene aus. Wenn möglich besuchen uns einige Darsteller*innen oder involvierte Künstler*innen des Abends. Die Teilnehmer*innenzahl ist beschränkt, wir bitten um Anmeldung..

In den enterspaces BIPoC*- Workshops ermöglichen wir BIPoC*, in einem Safer Space verschiedene Empowernde Methoden zu erleben und für ihren (Theater-) Alltag mitzunehmen. Wir bitten hier, jeweils auf die Anmeldefrist zu achten.

Mit den enterspaces - Talks gestalten wir einen Raum für ALLE, die bei den Gesprächen der BIPoC* und Allies* des Hauses teilnehmen wollen. Hier erhält das Publikum einen vertieften Eindruck über die unterschiedlichen Tätigkeiten und Personen am Schauspielhaus Zürich, durch eine intersektionale Perspektive. Themen wie: “Theater und Diversität”, “Allyship im Theater”, “Intersektionalität im Theater” etc. Hierzu freuen wir uns sehr, Ihre Wünsche zu hören. Schreiben Sie uns, welches Thema Sie interessiert: enterspaces [​at​] schauspielhaus.ch

Im Rahmen der enterspaces - Vortragsreihe laden Brandy Butler und Miriam Ibrahim regelmässig BIPoC* Kunstschaffende ein, um gemeinsam über bestimmte Themen zu sprechen, zum Beispiel über “Kulturelle Aneignung” oder “Protest und Kunst”. Vor dem gemeinsamen Gespräch haben die Gäste die Möglichkeit, in Kurzbeiträgen, ihre Perspektive und Meinung zu teilen. Diese Vortragsreihe ist ebenfalls für ALLE zugänglich.

Wir arbeiten kontinuierlich an unserem enterspaces Konzept weiter: Es ist ein Versuch, diskriminierungssensible Vermittlungsformate im Rahmen des Theaterschaffens zu gestalten und etablieren. So sind wir auch immer auf der Suche, wie wir intersektional (Mehrfachdiskriminierung) arbeiten können und enterspaces für und mit Menschen mit Diskriminierungserfahrungen öffen können.

Folgen Sie uns auf Instagram und verpassen Sie so nie einen unserer Events: enterspaces_shz

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Bevorstehende Veranstaltungen Saison 23/24:

27. Januar: enterspaces.BIPoC* Workshop mit Fatima Moumouni
9.2. BIPoC*-Zuschauer*innen Gruppe bei Tambourines


Vergangene Veranstaltungen Saison 22/23:

enterspaces Lesung
UNERTRUNKEN von Alexis Pauline Gumbs
enterspaces BIPoC-Zuschauer*innen Gruppe zu Besuch bei Gier
enterspaces: Talk about Change, Diversity and Art
enterspaces: Allyship & Solidarity Workshop
enterspaces BIPoC-Zuschauer*innen Gruppe besucht Bullestress

BIPoC-Vortragsreihe: Protest und Kunst
enterspaces zu Besuch bei Monkey off My Back or the Cat´s Meow
BIPoC-Theater & Körper Workshop
enterspaces zu Besuch bei Pinocchio - Family-Special -
enterspaces zu Besuch bei Das Haus von Bernarda Alba
BIPOC*-Critical Wellness Workshop
Talk über Diversität und Theater
enterspaces: BIPoC-Vortragsreihe


*BIPoC: bezieht sich auf Schwarze, Indigene und People of Color und ist eine Selbstbezeichnung von Menschen, die Rassismus erfahren.

*Allies: Menschen, die ihre Privilegien nutzen, um sich aktiv für Menschen, die Diskriminierungserfahrungen machen, einzusetzen.

*Safer Space: meint aktiv hergestellte Räume und Räumlichkeiten, in denen sich Menschen mit Diskriminierungserfahrungen möglichst sicher fühlen dürfen und keinen Marginalisierungen, Beleidigungen oder Belästigungen ausgesetzt sind. Voraussetzungen für die Etablierung eines solchen Ortes sind achtsames, diskriminierungskritisches Verhalten, eine ebensolche Gesprächskultur sowie geteilte Diskriminierungserfahrungen. Um zu kennzeichnen, dass es keine komplett macht- und herrschaftsfreie Räume geben kann, sondern bloss das Anliegen, Orte möglichst diskriminierungsarm zu gestalten, sprechen wir von «safer» statt von «safe spaces».

Weitere Begriffserklärungen finden Sie in unserem online Glossar: “Talking Diversity”:
https://www.schauspielhaus.ch/de/24453/glossar