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MONSTER

MONSTER

EINE VISUELLE ALBTRAUMANALYSE  
von Recke/Lehmann/Froelicher
Auftragswerk für das Schauspielhaus Zürich
REGIE: Anta Helena Recke, Maxi Menja Lehmann, Anna Froelicher

PFAUEN
URAUFFÜHRUNG: 11.04.2026

«Ich bin kein Monster, ich bin eine Mutter.» (...) «Du bist kein Monster», sagte ich. Aber ich log. Was ich eigentlich sagen wollte, war, dass es keine allzu furchtbare Sache ist, ein Monster zu sein. (...) Ein Monster zu sein bedeutet ein hybrides Signal zu sein, ein Leuchtturm: Zuflucht und Warnung zugleich. –aus Ocean Vuong «Auf Erden sind wir kurz grandios»

Eine Gruppe von Kindern streift durch eine eigentümliche Landschaft. Hier türmen sich Gestalten vor ihnen auf wie Symbole aus einer verborgenen Welt. Das Unbewusste dient ihnen dabei als Transportmittel, historische und instinktive Ängste als Fluchtpunkt.

Wie entsteht das eigene Weltbild in der Kindheit und wie finden wir uns darin wieder? MONSTER interessiert sich für den frühkindlichen Prozess der Ichwerdung und für eine Beziehung, die diesen entscheidend prägt, zwischen Mutter und Kind. Im Stück tritt dabei eine spezifische Beziehungskonstellation in den Vordergrund: die Beziehung weisser Mütter und nicht-weisser Kinder im deutschsprachigen Kontext. Die öffentliche Wahrnehmung dieser Beziehung ist historisch geprägt –von der Kolonialzeit über die Nachkriegszeit in Deutschland mit ihren sogenannten «Besatzungskindern», den Kindern weisser Mütter und Schwarzer Soldaten der Besatzungsarmeen, bis in die Gegenwart. Auch in der Schweiz, die offiziell nie eigene Kolonien hatte, aber durch die missionarische Arbeit und den privaten Plantagenbesitz Schweizer Unternehmen und Institutionen in das koloniale Projekt verstrickt war, ist der öffentliche Diskurs über weisse Mütter und nicht-weisse Kinder historisch fundiert. Monster fragt, auf welche Weisen nicht-weisse Kinder, die in einem weissen Kontext aufwachsen, in ihrer Selbstwerdung unweigerlich mit dieser Norm und Geschichte konfrontiert sind.

Durch Sprachhorror, einen unheimlichen Mutterkuchen und träumerische Bewegung schafft die neue Arbeit des Künstler*innen-Trios Recke/Lehmann/Froelicher die Verknüpfungen von universeller Subjektpsychologie und individueller Selbstwerdung auf sozialpolitischer Ebene.

Anta Helena Recke, Anna Froelicher und Maxi Menja Lehmann formen Raum, Zeit und Sprache zu sinnlichen und zugleich politischen Bilderreigen auf der Bühne. Bereits mit ihrer gemeinsamen Arbeit «Die Kränkungen der Menschheit» erregten sie grosse Aufmerksamkeit durch ihren detaillierten Blick auf scheinbar universelle Themen und Geschichten. In MONSTER erkundet das Trio nun eine Beziehungsstruktur, die uns alle von Geburt an beschäftigt.

DI 07.04.
ÖFFENTLICHE PROBE
PFAUEN
SA 11.04.
URAUFFÜHRUNG
Premierenfeier im Anschluss
PFAUEN
FR 17.04.
PFAUEN
DO 23.04.
PFAUEN
SO 26.04.
PFAUEN
Karin Pfammatter
Mirjam Rast
Lena Urzendowsky
ausserdem
Imani Galliard
Tyrone Yavwa
Zoé Vianden
Youma Camara
Joy-Elisah Wespi-Tschopp
Diliyet Ykalo
Julian Frischknecht
Mitarbeit Bühne
KOSTÜME
Pola Kardum
DRAMATURGIE
Theaterpädagogik
Marcel Hörler
REGIEASSISTENZ
BÜHNENBILDASSISTENZ
KOSTÜMBILDASSISTENZ
Rafael Hinz
REGIEHOSPITANZ
Xenia Haager
AUSSTATTUNGSHOSPITANZ
Emilia Häcki
DRAMATURGIEHOSPITANZ
INSPIZIENZ
Michael Durrer
SOUFFLAGE
János Stefan Buchwardt
KINDERBETREUUNG
Annette Berger
Malin Keller
Madita Keller
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