BeuteFrauenKrieg_0052.jpg
BeuteFrauenKrieg_0441.jpg
BeuteFrauenKrieg_1834.jpg
BeuteFrauenKrieg_0628.jpg
BeuteFrauenKrieg_0256.jpg
BeuteFrauenKrieg_0667.jpg
BeuteFrauenKrieg_1100.jpg
BeuteFrauenKrieg_1508q.jpg
BeuteFrauenKrieg_1874.jpg
BeuteFrauenKrieg_1977.jpg
BeuteFrauenKrieg_1989.jpg

Das Schauspielhaus Zürich wird mit Karin Henkels Inszenierung „BEUTE FRAUEN KRIEG“ nach „Die Troerinnen“ und „Iphigenie in Aulis“ von Euripides als eine der „zehn bemerkenswertesten Inszenierungen der vergangenen Saison“ beim Berliner Theatertreffen 2018 vertreten sein. Diese Entscheidung gab die siebenköpfige Fachjury nach Sichtung von insgesamt 409 Inszenierungen im deutschsprachigen Raum heute bekannt. Die Produktion des Schauspielhauses Zürich wird zwischen dem 4. und 21. Mai 2018 im Rahmen des renommierten Berliner Theatertreffens gezeigt, das in diesem Jahr zum 55. Mal stattfinden wird. „BEUTE FRAUEN KRIEG“ feierte am 2. Dezember 2017 im Schiffbau/Halle Premiere und wird im Mai wieder in Zürich zu sehen sein.

Die Begründung von Jurymitglied Dorothea Marcus: „Konsequent erzählt Karin Henkel den Trojanischen Krieg aus Sicht der unter ihm leidenden Frauen – ohne die mythologische Kraft der Vorlage zu verraten. In intimer Nähe flüstern uns die grossartigen Darstellerinnen von Kassandra, Helena und Andromache wehrhaft und entschlossen ihre Schicksale ins kopfhörerbewehrte Ohr, um sie zugleich scheinbar willig umzudeuten, zynisch zu analysieren oder einfach nur in kühlem Pathos zu beklagen. Listig hinterfragt eine grandiose Kate Strong zugleich, wer hier eigentlich stets die Geschichte schreibt und wie Frauen vermeintlich an den Katastrophen kollaborieren. Selten wurde so konsequent vorgeführt, wie vor allem machtgierige Männer im Fake-News-Modus über die Alternativlosigkeit der Aggressionen dozieren und politische Moral zum Morden missbrauchen. Karin Henkel gelingt an diesem Abend eine kluge Umschreibung der Geschichte, eine im besten Sinne feministische Umverteilung der Deutungshoheit.“

Das Schauspielhaus Zürich war letztmals 2016 mit „Ein Volksfeind“ von Henrik Ibsen in einer Bearbeitung Dietmar Daths (Regie Stefan Pucher) zum 53. Berliner Theatertreffen eingeladen.

Wir freuen uns über die Einladung und gratulieren Karin Henkel, ihrem Team und allen Beteiligten herzlich!

  • Stadt Zurich
  • Swiss Re
  • Zürcher Kantonalbank
  • Migros