Bendix
Fesefeldt

Aus Hamburg ging Bendix Fesefeldt für ein Studium der Politikwissenschaften nach Paris an das Institut d’Etudes Politiques (Sciences Po). Weitere Stationen führten ihn an die Tel Aviv University und an die Freie Universität Berlin, wo er seinen Master in Internationalen Beziehungen mit Schwerpunkt Nahostwissenschaften abschloss. Während des Studiums arbeitete er für vier Monate am Institut français Ramallah in Palästina. Nach einem kurzen Ausflug in die Privatwirtschaft und erfolglosen Versuchen in der internationalen NGO-Arbeit, arbeitete er als Dramaturgieassistent beim Performance Festival Foreign Affairs am Haus der Berliner Festspiele unter der Leitung von Matthias von Hartz. Dort leitete er unter anderem das studentische Begleitprogramm Student Affairs. Anschliessend studierte er Regie an der HfS Ernst Busch bei Sandra Umathum, Egill Pálsson und Wanda Golonka in Berlin und inszenierte mehrere Arbeiten am bat Studiotheater und in der Box des Deutschen Theaters. In seiner Abschlussarbeit beschäftigte er sich mit kollektiver Trauerarbeit. Für die Spielzeit 2019/20 ging er als Dramaturg an das Residenztheater in München. Seit der Spielzeit 2010/21 ist Bendix Fesefeldt Dramaturg am Schauspielhaus Zürich. Ausgehend von der Annahme, dass Produktionsbedingungen Ästhetiken formen, interessiert sich Bendix dort nicht nur für die Zusammenarbeit mit den Hausregisseur*innen, sondern auch für die Mitgestaltung des Theaters als Ort, in dem das Erproben neuer Denkformen der historisch gewachsenen Institution auf Augenhöhe begegnen kann.

18.11.2021
Izabel Barros und
Bendix Fesefeldt
im Gespräch

Das Gespräch zwischen der Aktivistin Izabel Barros und Bendix Fesefeldt, dem Dramaturgen der Inszenierung Before the Sky Falls, wurde ursprünglich im Programmheft der Inszenierung veröffentlicht und wir publizieren es nun auch im Schauspielhaus Journal. Es behandelt sowohl die dezidiert akvistische Arbeit von Barros selbst, ist aber auch eine Einordnung in das grössere Ganze, indem das Gespräch den Blick öffnet für postkoloniale Diskurse in Mitteleuropa. 

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13.05.2021
Eine Auslegeordnung der AFTERHOUR

Die Afterhour ist die Zeit nach einer Party, sie kann nur geteilt mit anderen stattfinden und geschieht häufig bei Sonnenaufgang. Gemeinsam wird die Schwelle zwischen high und hang over betreten. Doch ist die AFTERHOUR von Alexander Giesche und Team in der Box des Schiffbaus mehr als ein kollektiver comedown. Sie ist der Versuch, ein Danach zu erleben in einer Zeit, in der die Idee eines Danach langsam einen dämmernden Abschied erfährt. Im Rahmen der Premiere veröffentlichen wir das Programmheft der Inszenierung im Schauspielhaus Journal. 

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