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DESCRIPTION:Ein namenloses Zwillingspaar wächst in Ágota Kristófs gna­denlo
 s erschütterndem Roman in einer Welt im Ausnahme­zustand auf. Ihre Erfahru
 ngen schreiben die beiden Neunjäh­rigen in Aufsatzform in ein «Grosses Hef
 t»: Klar und sachlich führen sie darin die Brutalität eines Krieges vor Au
 gen\, der ihnen die Kindheit raubt und dessen Folgen von Heimatverlust\, f
 remder Besatzung und Flucht sie prägen.\n\nIhr Zuhause\, die «Grosse Stadt
 »\, steht unter Dauerbeschuss. Um die Zwillinge in Sicherheit zu bringen\,
  hat ihre Mutter sie aufs Land gebracht und allein bei der Grossmutter zu­
 rückgelassen. «Hexe» wird diese im Dorf gerufen\; ihre Enkel lässt sie für
  Brot und Bett hart arbeiten. Überall im Ort erleben die Geschwister einen
  Überlebenskampf ohne zwi­schenmenschliche Nähe\, in dem jede Person sich 
 selbst die nächste ist. So beginnen sie\, sich anzupassen. In rigorosen Üb
 ungen trainieren sie sich ihre Gefühle ab\, Verletz­lichkeit genauso wie d
 as Mitgefühl: «Nach einiger Zeit spüren wir tatsächlich nichts mehr. Es is
 t jemand anderes\, der Schmerzen hat\, es ist jemand anderes\, der sich ve
 r­brennt\, sich schneidet\, leidet. Wir weinen nicht mehr.»\n\nDie 1935 in
  Ungarn geborene Autorin Ágota Kristóf flieht vor 70 Jahren\, 1956\, vor d
 en russischen Truppen in die Schweiz\, wo sie zunächst in einer Fabrik arb
 eitet\, später studiert und bis zu ihrem Tod 2011 lebt. DAS GROSSE HEFT ve
 rfasst sie in ihrer Zweitsprache Franzö­sisch und entwickelt darin einen e
 inzigartigen Klang\, in dem die Worte wie Nadelstiche unter die Haut gehen
 . In einfachen Sätzen nimmt sie die Kinderperspektive ein und macht das Ge
 schehen gerade dadurch zutiefst unheimlich. Der Roman wird zu einem Welter
 folg.
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SUMMARY:Schauspielhaus Zürich: DAS GROSSE HEFT
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