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DESCRIPTION:«Ich bin kein Monster\, ich bin eine Mutter.» (…) «Du bist kein
  Monster»\, sagte ich. Aber ich log. Was ich eigentlich sagen wollte\, war
 \, dass es keine allzu furchtbare Sache ist\, ein Monster zu sein.\n– Aus 
 Ocean Vuong «Auf Erden sind wir kurz grandios»\n\nEine Gruppe von Kindern 
 streift durch eine eigentümliche Landschaft. Hier tummeln sich Gestalten\,
  die wie Symbole aus einer verborgenen Welt wirken: Das kollektive Unbewus
 ste ist ihr Träger\, historische und instinktive Ängste ihr Fluchtpunkt.\n
 \nMONSTER interessiert sich für den frühkindlichen Prozess der Ichwerdung 
 und die dafür prägende Beziehung zwischen Mutter und Kind\; genauer die Be
 ziehung weisser Mütter und nicht-weisser Kinder im deutschsprachigen Konte
 xt. Die öffentliche Wahrnehmung dieser Beziehungskonstellation ist histori
 sch geprägt von der Kolonialzeit über die Nachkriegszeit in Deutschland mi
 t den sogenannten «Besatzungskindern» weisser Mütter und Schwarzer Soldate
 n bis in die Gegenwart. Auch in der Schweiz\, die durch die missionarische
  Arbeit und den privaten Plantagenbesitz Schweizer Unternehmen und Institu
 tionen in das koloniale Projekt verstrickt war\, ist der öffentliche Disku
 rs über weisse Mütter und nicht-weisse Kinder historisch gewachsen. MONSTE
 R fragt\, wie nicht-weisse Kinder\, die in einem weissen Kontext aufwachse
 n\, in ihrer Selbstwerdung unweigerlich mit dessen Norm und Geschichte kon
 frontiert sind.\n\nDurch Sprachhorror\, einen unheimlichen Mutterkuchen un
 d träumerische Bewegung erschliesst die neue Arbeit des Künstler*innen-Tri
 os Recke/Lehmann/Froelicher die Verknüpfungen von universeller Subjektpsyc
 hologie und individueller Selbstwerdung auf sozialpolitischer Ebene. \n\nA
 nta Helena Recke\, Anna Froelicher und Maxi Menja Lehmann formen Raum\, Ze
 it und Sprache zu sinnlichen und zugleich politischen Bilderreigen auf der
  Bühne. Bereits mit ihrer gemeinsamen Arbeit «Die Kränkungen der Menschhei
 t» erregten sie grosse Aufmerksamkeit durch ihren detaillierten Blick auf 
 scheinbar universelle Themen und Geschichten. In MONSTER erkundet das Trio
  nun eine Beziehungsstruktur\, die uns alle von Geburt an beschäftigt.
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SUMMARY:Schauspielhaus Zürich: MONSTER
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