BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:-//ical@schauspielhaus.ch//NONSGML kigkonsult.se iCalcreator 2.26.9/
 /
METHOD:PUBLISH
X-WR-CALNAME:Schauspielhaus Zürich
X-WR-CALDESC:
X-WR-RELCALID:0109f9a5-eabc-4310-a921-86177dbf15af
X-WR-TIMEZONE:Europe/Berlin
BEGIN:VEVENT
UID:event_38122@www.schauspielhaus.ch
DTSTAMP:20260405T162320Z
DESCRIPTION:Ein Bankangestellter hat den Hausmeister erschlagen. Einfach so
 \, zack\, mit einer Axt und ohne Grund. Während sein Verteidiger Dr. Hahn 
 angestrengt nach einem Motiv sucht\, kapituliert der Staatsanwalt Martin v
 or der Sinnlosigkeit der Tat. Da ist ein Riss in der Ordnung der Dinge. Ei
 n Mörder ohne Motiv. Eine Gerechtigkeit\, die nur noch Urlaub will. Die We
 lt von Martin\, dem Hüter des Rechts\, steht Kopf. Am Vorabend des Mordpro
 zesses verbrennt er alle Akten und haut ab.\n\nSchluss mit der Monotonie\,
  der bürgerlichen Enge und dem ermüdenden Eiertanz mit seiner Frau\, die a
 usgerechnet Dr. Hahn zum Liebhaber erkoren hat. \n\nAuf seiner Flucht in d
 ie Wälder ergreift eine neue Identität von ihm Besitz. Als legendärer «Gra
 f Öderland mit der Axt in der Hand» zieht er fortan durchs Land und hackt 
 sich skrupellos mordend in die Unterwelt. Und während der subalterne Banka
 ngestellte in der Justizmaschinerie gerät\, wird der Gesetzesdiener zum Si
 nnbild all jener\, die den erdrückenden Konventionen des Alltags\, der Ste
 rilität der Ordnung entfliehen möchten.\n\nDer Axtverkauf boomt. Aber ein 
 Beil denkt nicht nach\, empfindet keinen Ekel\, es mordet. An die Stelle d
 er Verantwortung tritt blosse Mechanik. Der zunehmenden Gewalt begegnet de
 r Staat mit rigorosen Massnahmen\, bis nur noch «Graf Öderland» das Blutve
 rgiessen beenden kann. So endet der Wunsch absolut frei zu sein\, anders z
 u leben als in der Pflichterfüllung im korrupten Kompromiss mit dem verach
 teten Staat\, und die Gefängnistüren des eigenen Ich bleiben verschlossen.
  \n\nMit GRAF ÖDERLAND\, Max Frischs dunkel-poetischem Stück\, das der Aut
 or selbst sein «liebstes» nannte\, untersucht die Zuger Regisseurin Claudi
 a Bossard die explosive Mischung von gesellschaftlicher Entfremdung und Id
 entitätskrise\, Populismus und Staatsversagen.
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20260519T200000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20260519T200000
SUMMARY:Schauspielhaus Zürich: GRAF ÖDERLAND
END:VEVENT
END:VCALENDAR
