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Was ihr wollt
von William Shakespeare
Regie Barbara Frey

Premiere am 11. März im Pfauen

Diese Verwechslungskomödie par excellence erzählt von Liebessehnsucht, sexueller Lust und Austauschbarkeit sexueller Identität. Nach dem Stranden an der Küste Illyriens ringt eine kleine Gruppe Überlebender um einen Neuanfang, den Aufbau neuer Beziehungen untereinander. Unter dem Deckmantel der Komödie erleben die Zuschauer die Beliebigkeit des Begehrens und die Flüchtigkeit des Ichs als menschliches Trauerspiel.

Kritikerclub JSH: Wen ihr wollt


Volpone
von Ben Jonson
Regie Werner Düggelin

Premiere am 31. März im Pfauen

Der Zeitgenosse und gleichzeitig Antipode zu Shakespeare hat eine menschliche Tierfabel erschaffen, die weder Helden noch Sieger kennt. Er zeigt eine Gesellschaft, die sich allein über Geld, Macht und Besitz definiert. Selbst derjenige, der sie alle im Griff zu haben glaubt, fällt ihr zum Opfer: Volpone, der Fuchs.


Der Hodler
Musiktheatralische Einsicht von Ruedi Häusermann
Komposition und Regie Ruedi Häusermann
Uraufführung

Premiere am 10. April im Schiffbau/Box

In der Begegnung mit den Bildwelten des bekannten Schweizer Malers Ferdinand Hodler wird das Spezifische am Werk des Malers auf behutsame und humorvolle Weise hör- und sichtbar gemacht. Dabei untersucht der Musiker und Regisseur Ruedi Häusermann die Möglichkeiten, wie Theater und Musik sich gegenseitig Räume eröffnen können. Sein Blick geht aufs Detail, es entsteht ein poetischer, vieldeutiger Mikrokosmos.


Malaga
von Lukas Bärfuss
Regie Barbara Frey
Uraufführung

Premiere am 9. Mai im Pfauen

Das neue Stück des Schweizer Autors spielt mit dem Thema Erinnerung. „Man könnte sich jemanden ausdenken, der sich durch ein unseliges Geschick an alles erinnert, an jedes Flüstern, an jede Rede, jede Lüge, jedes verschluckte Wort und jede posaunierte Wahrheit, und man könnte sich die komischen und tragischen Verrenkungen vorstellen, die eine Gesellschaft der totalen Vergesslichkeit bei der Begegnung mit dem vollkommenen Gedächtnis vollführen würde", schreibt der Autor ein Jahr vor der Uraufführung.


Der Revisor
von Nikolai Gogol
Regie Sebastian Nübling

Vorstellungen im März im Pfauen

Die Verwaltungsangestellten einer Stadt haben sich angenehm nach ihren Bedürfnissen eingerichtet. Dies droht jedoch in Gefahr zu geraten, als ein Revisor angekündigt wird. Bevor er sie durchschaut, müssen sie ihn verführen und teilhaben lassen an Gewinnen, Gefälligkeiten und Verdiensten. Um einiges reicher verlässt er also den Ort später wieder, als der tatsächliche Revisor gemeldet wird. Diese Komödie zeigt in absurd-groteskerWeise das Bild einer korrupten, von Amtsmissbrauch, Steuerhinterziehung und Schmiergeldaffären gezeichneten Gesellschaft. Gleichzeitig bringt sie auch die menschlichen Ängste zum Vorschein, die all dem zu Grunde liegen.


Die Verwandlung
von Franz Kafka
Regie Nina Mattenklotz

Vorstellungen im Februar, März und April im Pfauen/Kammer

Franz Kafkas bekannte Erzählung von der Verwandlung des Gregor Samsa in einen Käfer hat seit ihrer Entstehung Anfang des 20. Jahrhunderts immer wieder zu neuen Auseinandersetzungen, Interpretationen und Umsetzungen geführt. Diese Geschichte über die Entfremdung von sich selbst, über hierarchische Strukturen im privaten wie im öffentlichen Leben ist in der Umsetzung durch eine junge Regisseurin zu erleben. Die Kammer, die kleine Spielstätte im Pfauen, garantiert dabei eine besondere Nähe Zwischen Darstellern und Publikum.


Der Hofmeister
von Jakob Michael Reinhold Lenz
Regie Frank Castorf

Premiere am 14. Januar im Schiffbau/Halle

Die Tragikkomödie aus dem Sturm und Drang stellt anhand der Liebesbeziehung eines Hofmeisters zu seiner Schülerin die Wert- und Moralvorstellungen einer Gesellschaft ins Zentrum. Was man der jungen Generation eintrichtert, ist so ganz anders als das, was ihr vorgelebt wird. Wenn der junge Akademiker keinen anderen Ausweg aus der Scheinmoral mehr weiss, als sich selbst zu kastrieren, wird er sofort für diese radikalste Form der Triebunterdrückung als Vorbild für die Jugend gefeiert. Generationen treffen aufeinander in ihren Ansprüchen auf unterschiedliche Lebensmaxime.


Continu
Regie und Choreographie Sasha Waltz
Uraufführung im Rahmen der Zürcher Festspiele

Premiere am 20. Juni im Schiffbau/Halle

Eine thematische Auseinandersetzung mit der Krise, der jedoch ein positiver Entwurf gegenübergestellt werden soll, ist das Zentrum der Arbeit. Es soll eine Stück über das Leben, das Zusammenleben werden, über Geburt und Tod, über Freude und Schmerz – ein Volksfest, ein Tanz auf dem Vulkan.


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