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A CLOCKWORK ORANGE

von Anthony Burgess





 Schiffbau/Box
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Premiere am 28.05.2008
Randale, Krawall machen, klauen, grölen, steppen und vergewaltigen: Alex, rabiater Anführer der «droogs», hat seine eigene Auffassung davon, was Spass macht. Und zwar ohne Rücksicht auf Verluste. Alex arbeitet nicht, er hockt lieber in der Korova Milchbar rum und überlegt mit seiner Gang, was man so mit dem Tag anfangen könnte. In der Korova Milchbar gibt es Milch plus, also Milch mit Halluzinogenen. Das heizt an und ist genau das Richtige, wenn man Bock auf ein bisschen Gewalt hat. Und los geht’s: Alex terrorisiert Alte und Schwache, bedroht harmlose Bürger und vergewaltigt ihre Frauen. Nur in einem unterscheidet er sich vom vertrauten Alptraum: Er kann nicht leben ohne die Musik Ludwig van Beethovens.
Nach einem Mord wird er eingesperrt und Opfer einer neuartigen Behandlungsmethode, die ihm seine schlechten Eigenschaften austreiben soll. Am Ende der Therapie verabscheut er Sex ebenso wie Gewalt und wird keiner Fliege mehr etwas zu Leide tun. Aus Versehen, und weil totalitäre Systeme zur Gründlichkeit neigen, wird ihm auch noch die Liebe zur Musik ausgetrieben. Endlich ist auch Alex ein guter Mensch, aber aufgezogen wie ein Uhrwerk. Aus dem amoralischen Punk ist per Gehirnwäsche ein angepasster Musterbürger geworden.
Als Stanley Kubricks Film nach dem 1962 erschienenen Roman von Anthony Burgess 1971 in die Kinos kam, gab es in England Übergriffe von Jugendlichen, die sich auf den Film beriefen. «A Clockwork Orange» ist nicht nur eine radikale Gesellschaftssatire über die Frage, ob der Staat das Recht hat, Gewalttäter zu willenlosen Subjekten zu machen, sondern eine tiefgehende philosophisch-religiöse Meditation über den Sinn von Gewalt.

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