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Macbeth, äusserst effektiver Krieger, will König sein und unverwundbar.
Ermutigt von gewissen Prophezeiungen und seiner willensstarken Lady
mordet er König Duncan, lässt seinen Kampfgefährten Banquo töten, und
auch vor dem Auftrag zum Mord an Frau und Kind seines Widersachers
Macduff schreckt er nicht zurück. Eine blutige Tat fordert die nächste. Die
über alles begehrte Krone Schottlands sitzt längst auf seinem Kopf, doch
entwickeln nun die inneren Schrecken eine quälende Eigendynamik. Der
wahre Horror dieser Tragödie spielt sich in Macbeths stark ausgeprägter
Fantasie ab, deren Sog wir uns kaum entziehen können.
Furcht erregend nah ist uns bis heute die Schuld dieses herrschaftsbesessenen
und ebenso einsamen Menschen Macbeth, der seine politische Karriere
inmitten von Krieg und Chaos mit aller Macht in die eigene Hand
nimmt, um Weltbetrachtung durch Welterzeugung zu ersetzen.
Unterstützt vom Zürcher Theaterverein und Optiker Zwicker
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