Schauspielhaus Zürich  Kontakt  Suche  Sitemap
 
Kartenbestellung
Freier Eintritt mit dem General-Abo 
Theater zu Kino-Preisen: Theater-Montag
Am Sonntagabend zum halben Preis ins Theater:
Carte Blanche
 
< MONATSSPIELPLAN
DIE GLASMENAGERIE

von Tennessee Williams





 Pfauen
Beschreibung   Pressestimmen  
Zum Anzeigen der Filme benötigen Sie einen aktuellen Flash-Player; diesen können Sie hier herunterladen.
Billette bestellen
Weitersagen
Premiere am 27.10.2007
Welches Gewicht haben Träume? Sind sie hinfälliger oder stärker als wir selbst? Die Familie Wingfield, oder besser: das, was von ihr übrig ist, ist eine Gemeinschaft von Verlierern. Mutter Amanda erhielt von ihrem Mann einst eine Postkarte mit dem knappen Text: «Hallo! Leb wohl!» und lebt seitdem nur noch in ihren Erinnerungen – den Erinnerungen einer besseren Jugend. Ihre hübsche, aber leicht behinderte Tochter Laura hat sich aus der äusseren, sozialen Welt zurückgezogen und widmet sich stattdessen mit Hingabe einer Sammlung von Glastieren. Und ihr Bruder Tom bringt die Familie mit stupider Lagerarbeit durch, verbringt die Nächte ausser Haus, säuft, geht ins Kino und träumt davon, ein Schriftsteller zu sein. Weil jeder von den anderen gehindert wird, das Leben, das er gerne führen will, zu leben, leben sie in ihren Träumen. Als Tom eines Tages seinen Kollegen Jim mitbringt, bricht für einen kurzen, heissen Abend eine andere Wirklichkeit ein. Die unterschiedlichen Begehrlichkeiten der drei Wingfields heften sich an den attraktiven jungen Mann, der für jene Utopie steht, von der alle drei schon so lange ausgeschlossen sind: den amerikanischen Traum. Mutter Amanda arrangiert ein peinlich übertriebenes Abendessen für Jim. Und bei einem unschuldigen Tänzchen zwischen Jim und Laura zerbricht Jim aus Unachtsamkeit das gläserne Einhorn, das Laura so teuer ist.

Ein Drama über Ausgesteuerte und Abgehängte, das trotzdem eine ganze Gesellschaft abbildet. Ein Drama über Träume, die zu Ideologien werden, über Lügen, die die überlebten Lebensformen konservieren helfen und die Schwachen ins Gefängnis ihrer Träume bannen. Am Ende bricht Tom Wingfield aus diesem Gefängnis aus, um Schriftsteller zu werden. Für Tennessee Williams war «Die Glasmenagerie» der Druchbruch als Dramatiker.
« Der cineastisch geschulte Regisseur arbeitet punktgenau am Text, zoomt die Personen fallweise heran, wechselt abrupt in die Totale. Ein zusätzliches filmisches Element ist das Schriftband, das Toms Zwischentexte als Ich-Erzähler in Originalsprache mitlaufen lässt: die optische Verdeutlichung der Metaebene. Das ist sinnfällig und entspricht Williams’ Forderung nach „plastischem Theater“.» Zürcher Landzeitung

«Das Zwitterhafte dieses „Spiels der Erinnerung“ zwischen epischem Theater und Einfühlungstheater gelingt trennscharf und drucklos-gleitend zugleich. Dem Umstand, dass Williams mit Musikuntermalung, Überblendungseffekten und Projektionen gearbeitet hat, trägt die Inszenierung in der Ausstattung von Volker Hintermeier (Bühne) und Su Bühler (Kostüme) einfallsreich Rechnung. Eine durchaus nicht museale Verbeugung vor Williams’ Auffassung von einem „plastischen Theater“ und vor dem Erbe von Erwin Piscator.» südkurier.de

«Das schlichte Einheitsbühnenbild von Volker Hintermeier besteht aus einem nach allen Seiten offenen, käfigartigen Kubus aus Metallstangen, was ein müheloses Unschalten zwischen Aussen und Innen, zwischen Gegenwart und Vergangenheit erlaubt. Die Ausstattung von Su Bühler fixiert die Epoche nur vage und verhilft dem Stück so zu beklemmender Aktualität.» Die Südostschweiz

«Eine tolle Jutta Lampe und ein zurückhaltender Regisseur, der die Glasmenagerie mit Behutsamkeit und Zartgefühl auf die Pfauenbühne gebracht hat.» Tagesanzeiger

«Wer Freude an hoher Schauspielkunst hat und gern fasziniert das Spiel von Menschen aus Fleisch und Blut auf der Bühne beobachtet, ist begeistert.» Blick

«Für den eigentlichen Höhepunkt des Abends sind Cathérine Seifert und Oliver Masucci verantwortlich. Wie der junge Mann Jim, den Tom als vermeintlichen Freier der Schwester mit nach Hause bringt, in seiner naiven Unbefangenheit und unbedingten Direktheit das Herz des frustrierten, verschlossenen und depressiven Mädchens in einer sehr intim gespielten und doch echten, unsentimentalen Liebesszene zu gewinnen vermag, und wie die junge Frau in kurzer Zeit eine nicht in Worten, sondern in Körpersprache, Mimik und Gestik sichtbar werdende Wandlung vollzieht: das ist in seiner Unmittelbarkeit ebenso beglückend wie berührend.» Der Bund


nach oben
 2004 - 2009, Impressum