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LIEBESTRAUM

Uraufführungen und selten gespielte Texte aus dem Bleistiftgebiet von Robert Walser





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Premiere am 16.12.2006
Im Dezember 2006 jährt sich der Todestag von Robert Walser zum 50. Mal und das « Bleistiftgebiet» ist immer noch ein Land, in dem es viel zu entdecken gibt. In einer extrem verkleinerten und verschliffenen deutschen Schrift, die Carl Seelig, der Freund und Nachlassverwalter Walsers, für eine unentzifferbare «Geheimschrift» hielt, hat sich nicht nur der berühmte Räuber-Roman erhalten, sondern auch 104 Prosastücke (meist Liebesgeschichten), 114 Gedichte und 19 dramatische Szenen. Sie stammen aus Walsers Berner Jahren, die zu der produktivsten Phase seines Lebens zählen.

Wir begeben uns im «Liebestraum» auf eine grosse Expedition. Der «verträumte» Robert Walser, der als Meister der Selbstverkleinerung Märchenstücke im Stil des lyrischen Dramas des Fin de Siècle schrieb, ist eingeweihten Lesern und Theaterbesuchern bereits bekannt. In der Szenenfolge «Liebestraum » gilt es jedoch, den mehr gnadenlosen als liebevollen Robert Walser zu entdecken. In vielen seiner aus dem «Bleistiftgebiet» stammenden Skizzen trieb ihn die Charakterzeichnung oft bis in die ungezügelte Groteske. In ihren Handlungen und in den Liebesbeziehungen erarbeiten sich die Figuren, je näher sie einander kommen wollen, eine paradoxe Distanz, die oft komisch, manchmal auch grausam ernüchternd wirkt, immer aber fantastisches Spielmaterial bietet.

Robert Walser, 1878 in Biel geboren, lebte als junger Dichter und Commis in Zürich und anderen Städten seiner Heimat, dann als freier Schriftsteller in Berlin, wiederum in Biel und schliesslich in Bern. Er starb 1956 nach Jahrzehnten stiller Zurückgezogenheit als Anstaltspatient.
«Ein wahres Potpourri, das oft Gelächter hervorrief und kurzum leicht und unterhaltsam daherkommt.» P.S.
«23 hervorragende Darsteller - allen voran Ludwig Boettger auf der melancholischen und Lina Beckmann auf der grotesken Seite - machen den Abend zum Erlebnis.» Bieler Tagblatt
«Koerfer weiss intensive Bilder zu entwerfen, mit ihnen gezielt umzugehen, sie ohne grossen Ausstattungsaufwand effektvoll zu inszenieren.» Aargauer Zeitung
«Aus dem schwer zugänglichen Werk hat Regisseur Thomas Koerfer zusammen mit dem über 20-köpfigen Ensemble eine Tour durch Leben und Werk Walsers herausgeschlagen.» Südkurier

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