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Am Hofe eines deutschen Fürsten hat sich Präsident von Walter skrupellos heraufgearbeitet, und auch für seinen Sohn Ferdinand schwebt ihm keine bescheidene Karriere vor. Durch die Verheiratung mit Lady Milford, der Geliebten seines Herzogs, will er nicht nur Ferdinand befördern, sondern – durch gewissermassen familiäre Bande in das Boudoir des Fürsten – auch den eigenen Einfluss. Umso ungelegener kommt es ihm, als er vernehmen muss, dass Ferdinand – in offenbarer Ablehnung der Hofwelt – seine Zuflucht in der Liebe zu der Tochter eines kleinen Musikanten namens Miller sucht, der er zu allem Überfluss auch schon die Ehe versprochen hat .
Als Ferdinand auch der persönlichen Werbung Lady Milfords widersteht, tritt der Sekretär des Präsidenten, dessen geistiger Ziehsohn Wurm, auf den Plan: Der lässt den braven Miller in den Kerker werfen und erpresst die Tochter, die er selber gerne ehelichen würde, an einen bekannten Höfling einen falschen Liebesbrief zu schreiben, den er wiederum dem heiss-blütigen Ferdinand zuspielt. Die Verfasserin jedoch wird durch erzwungenen Eid gehindert, ihren Brief im Nachhinein zu dementieren.
Vom 23-jährigen Schiller geschrieben als ein Aufschrei gegen Fürstenwillkür, hat der Bühnenkrimi eines bürgerlichen Trauerspiels auch heute nichts von seiner Wirkung eingebüsst. Väter töten ihre Kinder, und die Träume jugendlicher Schwärmerei scheitern an den Klippen zynischen Machtkalküls.
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 | «Himmel, Hölle und Herz - David Bösch bietet eine fulminante Inszenierung!
Im Augenblick des Todes, sagt man, passiert das Leben im Kopf noch einmal Revue. So gesehen, könnte David Böschs fulminante, aufwallende, gefühlsstarke, ätzend bissige und immerf wieder auch stürmisch-zärtliche Schiller-Inszenierung ein einziges flashback sein - das langsame Ersticken einer himmlisch unschuldigen Liebe an den höllischen Kabalen der Hofgesellschaft. Mit Mut zu grossen Emotionen und klaren Linien geht der junge Regisseur zu Werk; das Ensemble folgt ihm unzimperlich und raubt dem Publikum den Atem.» NZZ |  |
 |  |  | | «Beduselt von so viel Leidenschaft wankt man aus dem Theater und zugleich beschwingt, weil die Leidenschaft am Ende frohlocken, nicht bloss vergiftet am Boden liegen darf.» NZZ am Sonntag |  |
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