Schauspielhaus Zürich



piano forte

von Ruedi Häusermann

Über das Abschweifen der Gedanken beim Hören der Musik
Uraufführung

Komposition und Regie Ruedi Häusermann / Bühne Giuseppe Reichmuth / Bühne Regula Zuber / Bühne Ruedi Häusermann / Kostüme Barbara Maier
Mit Philip Bartels, Christian Baumbach, Duri Collenberg, Fritz Fenne, Rahel Hubacher, Simone Keller, Maja Baumgartner, Fanny Beuschel, Kathrin Brogli, Miriam Christen Kitaya, Denise Frei, Walter Keller, Shane Lutomirski, Zora Maag, Oliver Meier, Ulli Panning, Christoph Ullmann, Vreni Urech, Matthias Walder, Claude Wirz, Lukas Rickli, Johannes Sima

Besetzungsliste

Schiffbau/Box
Premiere am 13. Januar 2016
Unterstützt von der Stiftung Corymbo


Der Komponist und Regisseur Ruedi Häusermann unternimmt gemeinsam mit vier Pianisten, vier Schauspielern und einem Chor eine musiktheatralische Reise durch die Geschichten und Bilder, die ein musikalisches Werk in sich trägt. Was wie ein Konzert für vier Klaviere beginnt, verwandelt sich mehr und mehr in eine flüchtige, traumähnliche Welt, in der Bilder und Geschichten auftauchen, sich überlagern und wieder verschwinden. Die klanglichen und visuellen Welten, die entstehen, wenn die Gedanken der Zuhörer beim Hören der Musik abzuschweifen beginnen, werden zu einem Erlebnis der besonderen Art, das dort sein Ende findet, wo es auch begonnen hat: in einem Konzertsaal … Es entsteht ein vieldeutiger, poetischer und humorvoller Kosmos, in dem die Bilder, die sich in Häusermanns Neukompositionen für vier Klaviere verbergen, zum Leben erweckt werden.

Das junge Zürcher Klavier-Ensemble Kukuruz Quartett wurde 2014 im Rahmen einer Musiktheater-Produktion von Ruedi Häusermann gegründet, um insbesondere Musik für vier „wohl-präparierte Einhandklaviere“ zu spielen. Es handelt sich also um eine aussergewöhnliche Formation, für die es kein herkömmliches Repertoire gibt. Die Musikerin und die Musiker entwickeln über längere Zeit gemeinsame Präparationen und Konstruktionen. Das Tüfteln und Basteln, das minutiöse Planen von Details nimmt einen sehr grossen Raum ein. Neben dem wohlpräparierten Tastenspiel pflegt das experimentelle Ensemble auch noch weit exotischere Disziplinen wie das Spiel auf elektrischen Zahnbürsten oder das Rückwärts-Singen von Kinderliedern und ist gerade dabei, ein Strickquartett, bestehend aus vier Paar verstärkten Stricknadeln, zu entwickeln.
Das Kukuruz Quartett ist gleichermassen auf Theaterbühnen und in Konzertsälen zu Hause. In diesem Jahr hat es bis jetzt beispielsweise eine interaktive Raum-Installation im Zürcher Radiostudio realisiert, hat in Amsterdam drei Konzerte mit Musik von Johann Sebastian Bach, Ruedi Häusermann und Julius Eastman gespielt und wurde in den Roten Salon der Berliner Volksbühne eingeladen.


Illustrationen von Giuseppe Reichmuth aus dem Schauspielhaus-Journal Januar 2016


Pressestimmen

Partner des Schauspielhauses Zürich

Magazin/Blog RSS

Expand/Collapse