Schauspielhaus Zürich



Schweizer Schönheit

Eine fundamentalistische Komödie von Dani Levy

Uraufführung

Regie Dani Levy / Bühne Henrike Engel / Kostüme Sabine Thoss / Musik Jojo Büld
Mit Marc Baumann, Margot Gödrös, Dagna Litzenberger Vinet, Thomas Loibl, Miriam Maertens, Joshua Maertens, Michael Neuenschwander, Nicolas Rosat, Carol Schuler, Pierre Siegenthaler, Johannes Sima, Susanne-Marie Wrage

Besetzungsliste

Pfauen
Premiere am 20. Februar 2015


Mit der Ruhe in dem beschaulichen, idyllischen Städtchen Wohlstadt ist es erst einmal vorbei. Was ist mit Balz Häfeli, dem dreifachen Familienvater und angesehenen Bürger von Wohlstadt, auf einmal los? Was ist mit ihm passiert? Die Gemeinde ist entsetzt, die Bürger sind besorgt und der Bürgermeister ist in Alarmbereitschaft. Die Antwort hat nur Balz. Aber er will nicht. Will nichts sagen, noch kümmert’s ihn sonderlich, was die anderen kümmert. Begonnen hat es an seinem 50. Geburtstag, oder, genauer gesagt, in der anschliessenden Nacht.

Nach diesem unglückseligen Festtag – an dem ihn sein jüngster Sohn Fredi bei einer intimen Angelegenheit ertappte, sein neuer Nachbar ihm erzählte, dass nicht er, sondern selbiger den lang ersehnten Abteilungsleiterposten bekommen hat, und sich ihm obendrein der Verdacht nahelegte, dass seine notorisch untreue Ehefrau nicht einmal vor seinem Vater, ihrem Schwiegervater, Halt gemacht hat – setzt Balz einen Schlussstrich unter sein altes Leben und steigt aus. Er packt seine sieben Sachen und zieht in den Gartenschuppen. Er geht nicht mehr zur Arbeit verweigert die Teilnahme am Familienleben und macht nur noch das, wozu er gerade Lust hat. Als er schliesslich beginnt, in seinem Schuppen Muezzingesänge zu üben, wird er wegen Ruhestörung vorübergehend in polizeilichen Gewahrsam genommen. Sein Vater, der Bürgermeister von Wohlstadt, und sein Freund Klaus versuchen, ihn zur Vernunft zu bringen, auch eine Psychologin wird beigezogen. Aber Balz geht auf keine Forderungen ein. Seine Frau Rosa hingegen findet neuen Gefallen an ihm, auch die beiden jüngeren Kinder, Vanessa und Fredi, kommen ihrem Vater wieder näher, während sich draussen der Mob, angeführt von Max Brenner, dem Nachbar, gegen Balz zusammenschliesst. Ausserdem ist da noch Lieselotte, Brenners Frau, die sich am liebsten Balz anschliessen würde. Urs, der älteste Sohn, kann das Verhalten seines Vaters nicht ertragen, seine Verlobte aber will Balz helfen. Sie startet einen Blog, auf dem Balz ein Königreich ins Leben ruft, bei dessen Beitritt man seine Schweizer Nationalität aufgeben muss. Dieses erfährt raschen Zulauf; das entfacht den Zorn der Wohlstädter nur noch mehr. Balz, der Störenfried, muss weg …

Dani Levy hat eine bitterböse, fundamentalistische Komödie geschrieben, bei der er auch selbst Regie führt. Sie erzählt vom Ausbruch eines kleinen Mannes, der vom angepassten Durchschnittsbürger zum erklärten Feind und Störenfried wird, bis es zum grossen Eklat kommt.

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