D'Zäller Wiehnacht
Paul Burkhard hätte 2011 seinen 100. Geburtstag gefeiert. Er starb 1977 in Zell im Kanton Zürich. Zell – dahin verschlug es ihn nach etlichen Jahren als Musiker, Komponist und Korrepetitor am Schauspielhaus Zürich. Der weltberühmte Song „Oh mein Papa“, der lokale Zürcher Evergreen „Die kleine Niederdorfoper“, sowie die „Zäller Wiehnacht“ sind nur einige erfolgreiche Resultate von Burkhards emsigem Schaffen.Dass er als Theatermusiker in den 40er-, 50er- und 60er Jahren prägend wirksam war – er schrieb u.a. die Musik für Stücke von Brecht und Dürrenmatt – sowie, dass zu seinem Œuvre zahlreiche Singspiele und Operetten gehören, ist grossteils in Vergessenheit geraten.
Text/Bearbeitung Sibylle Burkart
Regie Klaus Brömmelmeier / Regie Sibylle Burkart / Bühne Regina Lorenz-Schweer / Kostüme Silvana Arnold / Musik Thomas Rabenschlag
Mit
Bruno Straub, Hans-Rudolf Strässler, Monika Rusconi, Thomas Rabenschlag, Verena Höhn, Vreni Urech
| Verena Höhn | |
| Thomas Rabenschlag | |
| Monika Rusconi | |
| Bruno Straub | |
| Hans-Rudolf Strässler | |
| Vreni Urech | |
| Regie | Klaus Brömmelmeier |
| Regie | Sibylle Burkart |
| Bühne | Regina Lorenz-Schweer |
| Kostüme | Silvana Arnold |
| Musik | Thomas Rabenschlag |
| Licht | Adrian Fry |
| Wiedereinrichtung Licht | Daniel Leuenberger |
| Dramaturgie und Regieassistenz | René Hofstetter |
| Bühnenbildhospitanz | Susanne Waeckerlin |
| Kostümhospitanz | Anne Wippler |
„Das isch de Schtärn vo Bethlehem. Mached eu uuf und folged däm!“ Seit seiner Entstehung 1960 ist Paul Burkhards Krippenspiel „D’Zäller Wiehnacht“ für Generationen von Schweizer Kindern die erste Begegnung mit dem Theater. Anlässlich des 100. Geburtstags von Paul Burkhard, der am Schauspielhaus viele Jahre als Hauskomponist wirkte (u.a. „Die kleine Niederdorfoper“) haben Klaus Brömmelmeier und Sibylle Burkart in der Spielzeit 2011/12 mit einer Gruppe älterer Laiendarsteller einen Abend rund um die Zäller Wiehnacht erarbeitet.
„Das isch de Schtärn vo Bethlehem. Mached eu uuf und folged däm!“ Seit seiner Entstehung 1960 ist Paul Burkhards Krippenspiel „D’Zäller Wiehnacht“ für Generationen von Kindern die erste Begegnung mit dem Theater. Mit Begeisterung und grosser Ernsthaftigkeit singen und spielen sie Ochs, Esel, Hirte, Engel oder – wer grosses Glück hat – gar Maria oder Josef. Wer erinnert sich nicht an schweissnasse Hände vor dem langersehnten Auftritt, an die neue weisse kratzende Strumpfhose oder an erste Versuche an den Orff’schen Instrumenten.
Paul Burkhard zählt zu den grossen Schweizer Komponisten. Er verfasste unzählige Oratorien, Musicals und Operetten. Als seine grössten Erfolge gelten, neben „D’Zäller Wiehnacht“, die Musicals „Die kleine Niederdorfoper“ und „Der schwarze Hecht“ – sie wurden am Schauspielhaus Zürich uraufgeführt, wo Burkhard viele Jahre als Hauskomponist tätig war. Anlässlich des 100. Geburtstags von Paul Burkhard wagen Klaus Brömmelmeier und Sibylle Burkart einen Blick zurück: Gemeinsam mit einer Gruppe älterer Laiendarsteller – als Eltern und Grosseltern sicherlich reich an „Zäller Wiehnacht“-Erfahrung – entwickeln sie einen Abend rund um die Zäller Wiehnacht. Gemeinsam mit den Zuschauern tauchen sie ein in Kindheitserinnerungen, die auch nach Jahrzehnten von manchen Weihnachtsfesten geblieben sind. Es wird gesungen und gespielt wie damals, Flöte und Xylophon werden ausgepackt und noch einmal wird die kratzende Strumpfhose angezogen …
Videotrailer zum Stück auf www.art-tv.ch
„Sibylle Burkart und Klaus Brömmelmeier, die letztes Jahr am Jungen Schauspielhaus mit einer schwungvollen Ganovenkomödie als Regieduo debütierten, beweisen in ihrer zweiten Inszenierung ein feines Gespür für das Spiel mit Kontrasten. Die perfekte Balance zwischen Wohlklang und Kakofonie, exzellentem Klavierspiel (Thomas Rabenschlag) und Blockflöten-Dilettantismus, oberflächlichem Slapstick und hintergründigem Humor stimmt ein auf wahrhaft fröhliche Weihnachten.“ NZZ
„Der ebenso witzig-ironische wie besinnliche Abend begeistert. Der dreiteilige Christbaum ist künstlich und lässt sich zusammenstecken. Strahlend steht er im Licht, geschmückt mit Äpfeln. Einer ist angebissen, was der Tanne ein wenig die weihnächtliche Aura nimmt. Und das mit Absicht.
„D’Zäller Wiehnacht“, von Klaus Brömmelmeier und Sibylle Burkart in der Kammer des Schauspielhauses schwungvoll inszeniert, ist aus dem Leben gegriffen. Prall gefüllt mit Erinnerung ist das Krippenspiel, witzig, schräg und besinnlich zugleich.“ newsnetz/sda
„Die knappe Stunde ist die purste Charme-Attacke. Sofort ist man dabei, wenn die Schauspielerinnen und Schauspieler genau jenen leicht verwundert gestelzten und stets ehrfürchtigen Sprachduktus einnehmen, den man selbst auch hatte, damals, vor langer Zeit, als einem Weihnacht noch wirklich wie ein Wunder vorkam. Und zügeln muss man sich, damit man nicht einstimmt in die Eröffnungshymne vom „Schtärn vo Bethlehem“, dicht gefolgt vom todtraurigen „Kei Muetter weiss“, diesem allerschönsten Mundartweihnachtslied überhaupt, an Schönheit nur gefolgt von „Maria durch ein Dornwald ging“. Die Altstimme von Vreni Urech, die ist dabei ein dunkles Wunder.“ Tages-Anzeiger
„Ein wunderbares, bezauberndes und zugleich ironisch-leichtes Spiel ist so entstanden, ein Spiel, das ältere Zuschauerinnen und Zuschauer an ihre Kindheit erinnert, junge mit den Texten und Liedern für sich einnimmt.“ seniorweb.ch
Zum letzten Mal am 8. Januar 2013 im Pfauen/Kammer


