King A.

Eine Ode an jedes Ritterherz
nach einer Idee von Inèz Derksen
Im Auftrag von Het Laaglandtheater geschrieben von Daphne de Bruin, Bouke Oldenhof, Rogier Schippers, Robbie Cleiren, Paul Jonker
aus dem Niederländischen von Eva Maria Pieper
Schweizerische Erstaufführung

Regie Theo Fransz / Bühne und Kostüme Mareile Krettek / Musik Markus Reyhani
Mit Robert Baranowski, Judith Cuénod, Tim Czerwonatis, Josef Mohamed, Fabian Müller

Robert Baranowski
Judith Cuénod
Tim Czerwonatis
Josef Mohamed
Fabian Müller
 
Regie Theo Fransz
Bühne und Kostüme Mareile Krettek
Musik Markus Reyhani
Gefechte/Kämpfe Lukas Schmocker
Licht Rasmus Stahel
Ton/Video Matthias Müller
Dramaturgie Petra Fischer
Regieassistenz Lena Iversen
Regiehospitanz Martina Kaufmann
Kostümhospitanz Lea Hofer
Theaterpädagogik Manuela Runge
Theaterpädagogik Carola Berendts
„Bei ‚King A‘ geht es für mich um Verantwortung, Ideale und Liebe – drei schöne Themen.“ Theo Fransz

Die Heldengeschichten um König Artus und den heiligen Gral haben seit ihrer Entstehung nichts an Faszination eingebüsst. Artus sieht sich damit konfrontiert, von den anderen Rittern zum König ernannt zu werden. Trotz vieler Zweifel, Ängste und Unsicherheiten nimmt er diese Aufgabe an. Er stellt sich der Verantwortung und zieht sich nicht in sein privates Leben zurück. Artus versammelt seine Freunde und Weggefährten um sich und gründet die „Tafelrunde“. Dieser runde Tisch macht alle ohne Abstufung gleich. Damit folgen die Ritter ihren Idealen der Gerechtigkeit und Gleichheit. Bald jedoch erfahren sie die damit verbundenen Herausforderungen. Wie treu kann man sein? Wann entscheidet man sich für seine Freunde, wann für sich selbst? Begriffe wie Verrat, Ehre, Gleichberechtigung stehen auf dem Prüfstand. Das Heldenhafte verbirgt sich oft im Detail und fernab der Öffentlichkeit. Wie schafft man es, allen Widerständen und Rückschlägen zum Trotz die eigenen Ideale und Sehnsüchte nicht zu verraten?

Das 2002 uraufgeführte Stück stand und steht auf den Spielplänen zahlreicher europäischer Theater, war 2006 im Stückepool des Autorenpreises „Kaas&Kappes“ und erhielt 2007 den Brüder-Grimm-Preis des Landes Berlin.

„Das Junge Schauspielhaus hat «King A» jetzt in einer Kooperation mit der Zürcher Hochschule der Künste passenderweise auf die Bühne A gebracht. Der Autor und Regisseur Theo Fransz («Rosas Schuh») hat inszeniert und zeigt, dass er weiss, wie man ältere und jüngere Zuschauer gleicher- massen glücklich macht. Er braucht dafür lediglich fünf umwerfende Schauspieler, eine hölzerne Arena als Spielstätte, die das Publikum auf simple Weise zu Mitgliedern der Tafelrunde macht, vier blaue Stoffbahnen als royale Raumtrenner, ein paar dottergelbe Pullunder und fünf Schwerter, mit denen immer wieder actionreich gekämpft wird.“ Tages-Anzeiger

„Glücklicherweise arbeiten Heldinnen und Helden im Theater. Das Junge Schauspielhaus Zürich zeigt «King A» von Inez Derksen, ein Stück für junge und alte Ritterherzen.“ Der Landbote

„Überzeugend ist aber vor allem Fransz' untrügliches Gespür dafür, wie man über die ironische Dekonstruktion angestaubter Ritterromantik an zeitlose Themen heranführt.“ Tages-Anzeiger

„Der holländische Autor, Schauspieler und Regisseur Theo Fransz, der zuletzt am Jungen Schauspielhaus «Rosas Schuh» mit dem Ensemble entwickelte, hat jetzt diesen King-A-Stoff in Zürich zur Schweizer Erstaufführung gebracht. Und neben Übungen in Demokratie und Peacekeeping hat er auch an kleinere Sachen gedacht, die Ritter brauchen: Drachen töten zum Beispiel. Fechten und Jungfrauen retten. Oder sich einfach umarmen und glücklich sein. Es ist eine Reise durch das A-Land. A steht für Artus, den König der Ritter, der seine Gefolgschaft um sich scharte. Mit ihm gehen wir in dieses Abenteuer und sehen: was gut für die Menschen ist. Und wir sehen auch, was weniger gut für uns ist.“ Zürichsee-Zeitung

„Denn so herzlich das Publikum gerade noch über einen nuschelnden Ritter, slapstickartige Zeitlupengefechte und die unbeholfene Traktandenfindung an der soeben gegründeten Tafelrunde gelacht hat, so gebannt wird zugeschaut, als es im Kreise der Kameraden ernsthaft zu kriseln beginnt.“ Tages-Anzeiger

„Eine Heldin gibt es auch. Judith Cuénod steht da mit dem Schwert in der Hand, aber die Männer machen sich lustig über sie, das Mädchen. Die Frau zwingt aber im Kampf einen Mann zu Boden, dass er ihr die Turnschuhe küssen muss. Da müssen auch die kleinen Männer im Publikum ein bisschen lachen. Sie fallen dann vom Stuhl, wenn Judith Cuenod den Artus küsst. Dann ist sie zu Guinevere geworden und träumt im Brautschleier ihren Prinzessinnentraum: kein König ohne Königin. Auf dem Weg zur Hochzeit hat sie aber schon einen anderen Mann getroffen, in den sie sich verliebte, es ist Lanzelot, der beste Freund des Königs. Hier wird es kompliziert mit der Ritter-Demokratie. Denn die Liebe setzt sich hinweg über jedes Gesetz, und alle fallen sich in den Rücken. Können wir hier nicht ganz neu beginnen und es besser machen?, sagt Artus. Wir gingen gerne wieder hin.“ Der Landbote

„Berührend, klug und für das Zielpublikum ab 11 Jahren wunderbar greifbar, behandelt der Abend Sujets wie Liebe und Treue, Loyalität und Freundschaft, Selbstwertgefühl und Egoismus, Ideale und Demokratie. Und entlässt einen mit der versöhnlichen Erkenntnis, dass jedem Scheitern auch ein neuer Anfang innewohnt.“ Tages-Anzeiger

„Die Bühne von Mareile Krettek ist eine grossartige Basis für diese Geschichte. Das Rondell ist ein Spielplatz, einsehbar von allen Seiten der Tribünen. Ganz einfach ist diese Konstruktion. Mit Vorhängen lässt sich der Raum aber teilen. Platz hat es da für den offenen Kampf mit dem Schwert. Und auch für intimere Momente.“ Zürcher Oberländer

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