Die Fledermaus

Eine Operette für SchauspielerInnen und Puppen

Musik von Johann Strauss
Text von Carl Haffner und Richard Genée, nach Henri Meilhac und Ludovic Halévy
Kooperation mit den Festspielen Zürich

Regie und Puppenbau Nikolaus Habjan / Bühne Jakob Brossmann / Kostüme Denise Heschel

 
Regie und Puppenbau Nikolaus Habjan
Bühne Jakob Brossmann
Kostüme Denise Heschel

„Champagner hat’s verschuldet,
tra la la la la.“

Einmal über das Mittelmass der bürgerlichen Existenz hinauskommen, einmal etwas wagen, einmal ein anderer sein: Anstatt eine Arreststrafe anzutreten, begleitet Gabriel Eisenstein seinen Freund Dr. Falke zu einem Ball des steinreichen und dekadenten Fürsten Prinz Orlofsky. Hier trifft er nicht nur eine interessante junge Künstlerin, in der er schon bald sein Stubenmädchen Adele erkennt, sondern auch eine unbekannte maskierte Schönheit: Seine Frau Rosalinde, die der Treue ihres Gatten misstraut. Eine Maskerade und ein Verwirrspiel beginnen, bei denen reichlich Champagner fliesst und aus denen am Ende keiner unbeschadet herauskommt. Es wird nach Herzenslust betrogen und gelogen, bis mit dem nächsten Morgen die bittere Realität anbricht und das böse Erwachen keinem erspart bleibt.
Johann Strauss entwirft in „Die Fledermaus“ das Bild einer dekadenten Gesellschaft, die in einer krisengeschüttelten Zeit, vor dem Zerfall des Habsburgerreichs, den theatralen Rausch des Vergessens feiert, als gäbe es kein Morgen.

Der österreichische Puppenspieler und Regisseur Nikolaus Habjan baut seine grossen Klappmaulpuppen selbst und steht auch als Darsteller auf der Bühne. Im Gegensatz zum Marionettentheater, das hinter einer Barriere stattfindet, werden die Puppen von sichtbaren Schauspielern gespielt. Man sieht also auf der Bühne neben der Puppe immer auch die Darsteller, die auf unterschiedliche Weise interagieren. Manchmal ist der Spieler nur Bauchredner, der seiner Puppe die Stimme leiht und sie in Bewegung versetzt, dann wiederum wird er zum Dialogpartner oder auch zum Spielpartner. Den Puppen nicht nur Leben einzuhauchen, sondern sie zu eigenständigen Figuren und Charakteren werden zu lassen, die einen verführen, verstören und berühren, wie es Habjan schafft, ist eine hohe Kunst. Am Schauspielhaus Zürich, wo er, nach einem Gastspiel in der vergangenen Spielzeit, zum ersten Mal selbst inszeniert, wird er eine eigene Version der wohl beliebtesten und berühmtesten Operette der Musikgeschichte auf die Bühne bringen.

Nikolaus Habjan, 1987 in Graz geboren, studierte Musiktheaterregie an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Mit 15 Jahren sammelte er erste Erfahrungen mit dem Puppentheater und perfektionierte seine Puppenspieltechnik bei Neville Tranter. Von 2009 bis 2016 war er Co-Direktor des Schubert Theater Wien und inszeniert u.a. am Schauspielhaus Graz, am Volkstheater Wien, am Landestheater Linz und am Burgtheater Wien. Für seine Produktionen erhielt er zahlreiche Auszeichnungen und Preise.

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