Max Frisch – Ärger im Paradies

Eine Max-Frisch-Tour durch Zürich, Zeit und Zorn

Leitung Stephan Müller / Räume Michael Simon / Musik Fabian Kalker

 
Leitung Stephan Müller
Räume Michael Simon
Kostüme Carla Caminati
Video Tom Gerber
Musik Fabian Kalker

„Der Aufruf zur Hoffnung ist heute ein Aufruf zum Widerstand.“

Im Werk von Max Frisch wird alles zur Frage: Politik, Liebe, eine Stadt wie Zürich, Heimat, Armee, Eigentum, Identität und der Tod. Die Analysen und Provokationen von Max Frisch, seine Erkundungen und Hinterfragungen haben bis heute Relevanz und finden Resonanz.
Das Projekt führt an Orte in Zürich, die mit Max Frisch in enger Verbindung stehen und widmet sich seinem schriftstellerischen Werk, den Reden, Interviews, Briefen, Tagebüchern, Notaten, Filmskizzen und seiner Prosa. Letztere birgt dramatisches Potenzial, ob als Streitgespräch, als Mikrodrama oder Verhör, als Hymne oder Beschimpfung, als Botenbericht oder Totenklage. Wir lesen und erfahren die Welt durch Frischs Brille. Ist die „negative Utopie“, wie sie Frisch über die Schweiz formuliert hatte, nunmehr eingetroffen, ausgeblieben oder übertroffen worden? Wird das Land noch immer von der Angst regiert? Diese Fragen treten hier erneut auf – zum Vergleich, zur Auseinandersetzung und zur Provokation.

Die Reise durch das Werk von Max Frisch ist räumlich verortet. Man bewegt sich in Zürich von Thema zu Thema und an die Orte, die für Frisch zentrale Bedeutung hatten, wie die ETH, den Lindenhof, die Kaserne, das Rathaus, die Börse und den Pfauen. Auf den Fahrten und an den Orten treten SchauspielerInnen aus dem Ensemble und ExpertInnen auf. Das Motto der Expertisen und Kommentare heisst: Mit Frisch über Frisch hinaus.

Stephan Müller ist Regisseur und Dramaturg. Seine Theaterlaufbahn begann er 1972 am Theater Basel in der Intendanz von Werner Düggelin als Statist und Regieassistent. Ab 1975 studierte er in New York und arbeitete u. a. mit Robert Wilson und Richard Foreman. Seit 1978 ist er freischaffender Regisseur u. a. in Zürich, Basel, Köln, Frankfurt und New York. 1993 bis 1999 leitete er gemeinsam mit Volker Hesse das Theater Neumarkt in Zürich und war anschliessend bis 2005 Regisseur und Dramaturg am Wiener Burgtheater. Seitdem arbeitet er als freier Regisseur an verschiedenen Theater- und Opernhäusern.

Zürich/Verschiedene Schauplätze

Unterstützt von der Stiftung Corymbo

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