Peter Pan

von J. M. Barrie

in einer Fassung von David Greig
Deutsch von Barbara Christ
Deutschsprachige Erstaufführung
Familienstück ab 6 Jahren

Regie Ingo Berk / Puppen Mervyn Millar (Significant Object) / Bühne Damian Hitz / Kostüme Eva Krämer / Musik Patrik Zeller

 
Regie Ingo Berk
Puppen Mervyn Millar (Significant Object)
Bühne Damian Hitz
Kostüme Eva Krämer
Musik Patrik Zeller

„Peter konnte beim Fliegen schlafen, ohne zu fallen, indem er sich einfach auf den Rücken legte und sich treiben liess. Wenn sie „Folgt dem Anführer“ spielten, flog Peter dicht ans Meer heran und berührte jede Haifischflosse im Vorbeifliegen, genauso wie du mit deinem Finger über ein eisernes Geländer fährst, wenn du auf den Strassen unterwegs bist. Wendy, John und Michael konnten seinem Beispiel kaum nachfolgen, es war wohl Angeberei, vor allem weil er ständig nach hinten blickte, um zu sehen, wie viele Flossen sie verpassten.“ J.M. Barrie

Fliegen können, begleitet von einer persönlichen Fee, jeden Tag Abenteuer mit Piraten oder Indianern erleben und dabei nie erwachsen werden – ist das nicht der Traum eines jeden Kindes? Peter Pan kommt eines Nachts in das Schlafzimmer von Wendy, Michael und John und verführt die drei Geschwister dazu, mit ihm auf die Insel Nimmerland zu fliegen. In dieser fantastischen Welt voller Feenstaub, wilden Schlachten und Meerjungfrauen kann jeder alles tun, wenn er nur daran glaubt. Hier leben Peter Pan und die „lost boys“. Gemeinsam mit den drei Geschwistern erleben sie eine wilde Geschichte nach der anderen. Als die Fee Tinkerbell gefangen genommen wird, schliessen sie einen Pakt mit der Wolfsfrau Tigerlilly. Gemeinsam bekämpfen sie Captain Hook und die berüchtigten Piraten. Alles ist purer Nervenkitzel, ganz Nimmerland ein grosses spektakuläres Spiel. Nur eines gibt es hier nicht: Eltern. Im Gegensatz zu Peter kann Wendy bereits lesen und Geschichten erzählen. Allein dass sie weiss, wie die Geschichte vom Aschenputtel zu Ende geht, qualifiziert sie als Mutter der „lost boys“.

Der schottische Autor J. M. Barrie erschuf um 1900 mit dem lebensfrohen Peter Pan, der ihn weltberühmt machte, eine der abgründigsten Kinderfiguren der Literatur. Nicht nur, dass Peter alle schönen und schlimmen Erinnerungen in kürzester Zeit komplett vergisst – weil er weder Vergangenheit noch Zukunft kennt – er ist auch bindungslos und ohne Verhältnis zu mütterlicher oder freundschaftlicher Liebe. Peter Pan und seine „lost boys“ sind Sinnbild für die Unschuld der Kindheit, aber ihre Geschichte ist auch die von Verstossenen oder Vergessenen. Den liebevollen Ge- und Verboten ihrer Ersatzmutter Wendy unterwerfen sich die wilden Jungs nur zu gern.

Ingo Berk inszeniert nach „Die Brüder Löwenherz“ zum zweiten Mal gemeinsam mit dem Puppendesigner und Regisseur Mervyn Millar am Pfauen. Millar hat mit seinen fantastischen Puppen weltweit Erfolge gefeiert, unter anderem mit der Handspring Puppet Company und der Produktion „War Horse“ am National Theatre London.

Pfauen

Sa, 11 Nov Premiere

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