Winterreise رحلة الشتاء

von Yael Ronen & Exil Ensemble

Auf Deutsch, Englisch und Arabisch mit deutschen und englischen Übertiteln

Regie Yael Ronen / Bühne Magda Willi / Kostüme Sophie du Vinage / Musik Yaniv Fridel / Video Benjamin Krieg / Video Ofer Shabi / Puppenspiel Ariel Doron / Zeichnungen Esra Rotthoff
Mit Ayham Majid Agha, Maryam Abu Khaled, Hussein Al Shatheli, Karim Daoud, Mazen Aljubbeh, Niels Bormann, Kenda Hmeidan

Ayham Majid Agha
Maryam Abu Khaled
Hussein Al Shatheli
Karim Daoud
Mazen Aljubbeh
Niels Bormann
Kenda Hmeidan
 
Regie Yael Ronen
Bühne Magda Willi
Kostüme Sophie du Vinage
Musik Yaniv Fridel
Video Benjamin Krieg
Video Ofer Shabi
Puppenspiel Ariel Doron
Zeichnungen Esra Rotthoff
Dramaturgie Irina Szodruch

Januar, 2017. Das neu gegründete Exil Ensemble des Maxim Gorki Theaters Berlin – bestehend aus Neuberliner SchauspielerInnen aus Afghanistan, Syrien und Palästina – unternimmt eine zweiwöchige Bustour durch das winterliche Deutschland, mit einem Abstecher in die Schweiz. Was ist Deutschland oder die Schweiz? Niels, ein deutscher Kollege, beschliesst ihnen ein Deutschland und eine Schweiz zu zeigen, die anders können und mehr sind als Hitler, Dirndl und Alpen. Welchen Blick werfen Ayham Majid Agha, Maryam Abu Khaled, Hussein Al Shatheli, Karim Daoud, Mazen Aljubbeh, Kenda Hmeidan und Yael Ronen auf diese Exil-Länder? Wie nehmen sie das Zusammensein mit den Eingeborenen, mit den ExpertInnen, die versuchen, Deutschland und die Schweiz zu erklären, mit dem Busfahrer wahr? Welche gegenseitigen Annäherungsversuche gibt es, wie werden die Beziehungsverhältnisse ausgelotet? Bereits 2015 gastierte die israelische Regisseurin Yael Ronen mit „Common Ground“ im Pfauen.

„Die „Winterreise“ zeigt einen Reigen aus eindrücklichen Soli und fetzigen Schlagabtauschen: eine handwerklich saubere, saukomische Vorstellungsrunde des Exil-Ensembles.“ Tages-Anzeiger

„Die Hausregisseurin am Gorki, die Israelin Yael Ronen – ihr Stück „Common Ground“ war bereits hier zu sehen –, legt eine Inszenierung vor, die die ureigenen Qualitäten des Theaters bedient. Es ist der Illusionsgehalt erstens, der Wirklichkeitsbezug zweitens und drittens die Kollision von eins und zwei, also die Politik. In „Winterreise“ erzählen die Neu-Berliner davon, wie sie es satthaben, in Deutschland immer ihre eigenen Geschichte(n) erzählen zu müssen. Also drehen sie den Spiess um und wollen alles über ihren Kollegen, den deutschen Gorki-Schauspieler Niels Bormann, hören. Und über seine Heimat.“ NZZ

„Die international mehrfach ausgezeichnete Regisseurin ist bekannt für ihren Entwaffnungshumor, mit der sie ihre Stücke über politisch brisante Themen ausstaffiert. In „Winterreise“ ist ihr das meisterlich gelungen. Die Inszenierung ist nicht anklagend, sondern verblüffend unterhaltsam und anregend. Das bravourös spielende Ensemble verleiht den Figuren Authentizität und Glaubwürdigkeit, die berührt und nachdenklich stimmt. Vorab die aus Syrien stammende Kenda Hmeidan sorgt mit ihrem kecken Auftritt immer wieder für heitere Momente. Belohnt wurde der erste Zürcher Abend mit enormem Beifall und Bravo-Rufen.“ seniorweb.ch

„Gespielt wird das Drama bravourös, vor Videos mit Aufnahmen von der Reise „on und off the road“ sowie vor Projektionen von Cartoon-Zeichnungen, die Bedeutungs-Echoräume öffnen. Statt atmosphärischer Grundierungsklänge oder arabisierender Musik ertönt plötzlich eine im Gruppengesang vergegenwärtigte Nummer aus Schuberts von Todesahnungen durchwehtem Klavierlieder-Zyklus „Winterreise“.“ Südkurier

„Die Grundidee ist vielversprechend: Was tun wir hier in Deutschland nun eigentlich? Die sechs Geflüchteten finden, ihr Schauspielerkollege Niels Bormann als durchaus clichierter Deutscher soll ihnen doch mal seine Welt und „Dark Germany“ zeigen. Er nimmt sie mit auf eine Winterreise im Uhrzeigersinn von Berlin rund durch Deutschland bis nach Zürich.“ Luzerner Zeitung

„Zürich ist auf dieser Reise nur ein Abstecher. Aber war da auf der Pfauenbühne nicht auch mal ein anderes Exil-Ensemble? Hussein Al Shatheli erzählt von einer anderen Reise, es ist die von seiner Flucht. Von Damaskus hat er sich aufgemacht, um nach Europa zu kommen. Nach vielen Abweisungen und Umwegen ist er dann in Zürich gelandet. Jetzt geht seine Reise mit dem Exil-Ensemble weiter.“ Der Landbote

Pfauen

Zum letzten Mal am 1. Dezember 2017 im Pfauen

Exil-Ensemble-Schauspieler Mazen Aljubbeh über seinen Besuch in der Schweiz (aus dem Schauspielhaus-Journal September 2017)
Can Dündar über das Schreiben im Exil (Schauspielhaus-Journal September 2017)

Eine Produktion des Maxim Gorki Theaters Berlin in Koproduktion mit dem Schauspielhaus Zürich, gefördert durch die deutsche Kulturstiftung des Bundes, der LOTTO-Stiftung Berlin, der Stiftung Mercator sowie durch den Lotteriefonds des Kantons Zürich.

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