Continu

von Sasha Waltz

Uraufführung

Regie/Choreographie Sasha Waltz / Bühne Thomas Schenk / Bühne Pia Maier Schriever / Bühne Sasha Waltz / Kostüme Bernd Skodzig
Mit Liza Alpízar Aguilar, Ayaka Azechi, Jirí Bartovanec, Davide Camplani, Maria Marta Colusi, Juan Kruz Diaz de Garaio Esnaola, Luc Dunberry, Edivaldo Ernesto, Delphine Gaborit, Mamajeang Kim, Florencia Lamarca, Sergiu Matis, Todd McQuade, Thomas Michaux, Virgis Puodziunas, Sasa Queliz, Zaratiana Randrianantenaina, Orlando Rodriguez, Mata Sakka, Yael Schnell, Xuan Shi, Shang-Chi Sun, Niannian Zhou

Tanz/Kreation Liza Alpízar Aguilar, Ayaka Azechi, Jirí Bartovanec, Davide Camplani, Maria Marta Colusi, Juan Kruz Diaz de Garaio Esnaola, Luc Dunberry, Edivaldo Ernesto, Delphine Gaborit, Mamajeang Kim, Florencia Lamarca, Sergiu Matis, Todd McQuade, Thomas Michaux
Tanz/Kreation Virgis Puodziunas, Sasa Queliz, Zaratiana Randrianantenaina, Orlando Rodriguez, Mata Sakka, Yael Schnell, Xuan Shi, Shang-Chi Sun, Niannian Zhou
 
Regie/Choreographie Sasha Waltz
Bühne Thomas Schenk
Bühne Pia Maier Schriever
Bühne Sasha Waltz
Kostüme Bernd Skodzig
Licht Martin Hauk
Dramaturgie Jochen Sandig
Schiffbau/Halle
Uraufführung im Rahmen der Zürcher Festspiele am 20. Juni 2010

Eine Produktion von Sasha Waltz & Guests in Koproduktion mit Schauspielhaus Zürich, den Zürcher Festspielen, spielzeit europa, den Berliner Festspielen und Sadler’s Wells London. Unterstützt von der Radial Stiftung. Made in Radialsystem® Sasha Waltz & Guests wird gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds Berlin.

In „Continu“ führt Sasha Waltz wesentliche Elemente ihrer Arbeit der vergangenen zehn Jahre zusammen. Das Stück erzeugt ein Spannungsfeld choreographischer, musikalischer und bildnerischer Energieströme. Der Titel steht auch für die Kontinuität der nicht enden wollenden Kräfte der Natur. Sasha Waltz greift in „Continu“ wichtige Impulse aus ihren beiden grossen Museumsprojekten von 2009 auf: die künstlerische Inauguration des Neuen Museums von David Chipperfield in Berlin und des MAXXI von Zaha Hadid in Rom. Gemeinsam mit 24 Tänzern entwirft sie eine grossformatige und archaische Choreographie. Das epochale sinfonische Orchesterwerk „Arcana“ von Edgar Varèse bildet das musikalische Zentrum von „Continu“, umgeben von weiteren Kompositionen des Künstlers sowie von Iannis Xenakis und Claude Vivier. Vor 90 Jahren hatte Varèse – visionär wie kein anderer Komponist seiner Zeit – die Zusammenführung von künstlerischen und wissenschaftlichen Inhalten gefordert.

„Im Zusammenhang mit „Arcana“ kann man von Transformation sprechen, von Veränderung, von Aufbruch. Aber es geht weniger um Alchemie als um heftige Vulkanausbrüche in der Nacht. Es handelt sich um die prometheische Versuchung, den Kosmos in den Klängen und durch die Klänge zu besitzen.“ Fernand Quellette

„In einer schwarz ausgeschlagenen Bühnenbox steigert sich diese Choreographie in einer Melange mit der Musik von Iannis Xenakis, Claude Vivier und vor allem Edgar Varèse zu atemberaubender Intensität.“ Wiener Zeitung

„Zuerst herrschen Dunkelheit und Stille, nur allmählich sind drei fast nackte Männerkörper zu erkennen. Sie baumeln an dünnen Seilen von der Decke, bewegen sich in Zeitlupe, liegen wie schwerelos in der Luft. Man sieht Muskeln, Sehnen, Kraft und Verletzlichkeit. Drei Engel. So karg der erste Eindruck ist – das Setting ist gross. Die Bühne in der grossen Schiffbauhalle ist eine riesige Blackbox, ein metallisch schimmernder schwarzer Würfel. Ebenso eindrücklich ist die Schar von 24 Tänzerinnen und Tänzern (das mag im Ballett normal sein, im zeitgenössischen Tanz ist es leider selten). Und gewaltig ist die Musik: Edgar Varèses „Arcana für grosses Orchester“, ein dichtes, expressives Werk.“ Tages-Anzeiger

„Die Menschen hier geben sich preis. Sie zeigen Versehrtheiten, Verletzungen, auch Zärtlichkeit. Blutrot verschmierte Fussspuren auf dem hellen Boden. Und zwei Begegnungen, Duette, von denen ein Leuchten ausgeht. Momente purer Magie, völlig enthoben allem schweren Bedeuten und vergeblichen Sehnen. Ein betörender Anblick, der Zeit und Raum vergessen macht. Nur achtsames Tasten, Balance, Intimität.“ Nachtkritik.de

„Zunächst hängen drei fast nackte Männer wie umgestürzte Statuen (oder sind es Embryos, Astronauten, Engel?) an Seilen und drehen sich langsam im halbdunklen Raum. Ein berührend einfaches Bild von der Erschaffung der (Tanz)-Welt. Dann tobt die Meute los, in Blau, Schwarz und Braun. Es gibt nur wenig isolierte Figuren, meist begreift Waltz ihre Menschenmasse als präzise zu formende Skulptur, die schwarmhaft diffundiert, sich ballt, losrennt und stoppt. Gesichter und Hände zucken hervor, die stampfenden Rhythmen von Edgar Varèse lassen das fast wie einen wilden „Sacre du Printemps“ ohne Strawinsky-Musik erscheinen. Gross ist die Waltz-Kunst, die Menge immer neu zu wandeln, staunenswert die Präsenz der Tänzer.“ Die Welt

„So mögen wir Fortsetzungen, so mochte sie das Festpublikum, das eine barfüssige Sasha Waltz und ihr Ensemble stürmisch feierte.“ Süddeutsche Zeitung

„Schon vor den Betonmauern Zaha M. Hadids wirkten Sasha Waltz’ Bewegungen ausdrucksstark; in Zürich agieren ihre 24 Tänzer, als habe sie der gewaltige Klang von Edgar Varèses großem Orchesterwerk „Arcana“ mit geheimnisvoller Kraft aufgeladen.“ Stuttgarter Nachrichten

„Und das Publikum jubelt.“ Basler Zeitung

Schiffbau/Halle

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