Der Revisor

von Nikolaj Gogol

nach der deutschen Übersetzung von Ulrike Zemme

Regie Sebastian Nübling / Bühne/Kostüme Muriel Gerstner / Musik Lars Wittershagen
Mit Michael Neuenschwander, Julia Kreusch, Franziska Machens, Ludwig Boettger, Gottfried Breitfuss, Nicolas Rosat, Patrick Güldenberg, Victor Calero, Tim Porath, Matthias Bundschuh, Sean McDonagh, Niklas Kohrt

Anton Antonowitsch Skwosnik-Dmuchanowskij, Stadtpräsident Michael Neuenschwander
Anna Andrejewna, seine Frau Julia Kreusch
Marja Antonowna, seine Tochter Franziska Machens
Luka Lukitsch Chlopow, Schulinspektor Ludwig Boettger
Ammos Fjodorowitsch Ljapkin-Tjapkin, Richter Gottfried Breitfuss
Artemij Filippowitsch Semljanika, Direktor der Krankenhäuser Nicolas Rosat
Iwan Kusmitsch Schpekin, Postdirektor Patrick Güldenberg
Pjotr Iwanowitsch Dobtschinskij Victor Calero
Pjotr Iwanowitsch Bobtschinskij Tim Porath
Iwan Alexandrowitsch Chlestakow Matthias Bundschuh
Swistunow Sean McDonagh
Wächter Niklas Kohrt
Mädchen Meret Caderas, Judith Cuénod, Selina Divéky, Shane Lutomirski, Noemi Mark, Sophia Senn, Selma Zollinger
 
Regie Sebastian Nübling
Bühne/Kostüme Muriel Gerstner
Musik Lars Wittershagen
Licht Rainer Küng
Dramaturgie Katja Hagedorn
Regieassistenz Mélanie Huber
Bühnenbildassistenz Georg Keller
Bühnenbildassistenz Barbara Pfyffer
Kostümassistenz Eva Krämer
Hospitanz Claudia Kobler
Hospitanz David Koch
Soufflage Gerlinde Uhlig-Vanet
Inspizienz Irene Herbst
Pfauen
Premiere am 30. Oktober 2009

Nikolaj Gogols „Der Revisor“ (1836) zeigt eine Gesellschaft, die vom Gedanken an Bereicherung beherrscht wird. Ob Justiz, Schulwesen, Gesundheitsamt oder die Post – die Amtsinhaber im „Revisor“ kennen kein Unrechtsbewusstsein, wenn es darum geht, in die eigene Tasche zu wirtschaften. Auch der gesamtverantwortliche Stadtpräsident hat sich in den korrupten Strukturen komfortabel eingerichtet. Er wird von dem Gerücht vom Revisor, der inkognito angereist sein soll, in grösste Unruhe versetzt. In blindem Aktionismus versucht er, die Missstände im Gemeinwesen zu vertuschen bis die Sichtung des Revisors seine Befürchtungen bestätigt und ihn und seine Amtsinhaber zum Angriff übergehen lässt: Der Revisor wird mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu bestechen versucht. Die Erkenntnis, dass es sich bei dem allmächtigen, die ganze Stadt in Faszination und Schrecken versetzenden Revisor lediglich um ein Produkt der eigenen Projektionen handelt, kommt spät: Der Unbekannte bereichert sich an allen Ecken und Enden, bevor er so plötzlich verschwindet, wie er gekommen ist. Die Demütigung, den eigenen Ängsten aufgesessen zu sein, schmerzt und die Stadt droht sich gegen ihr Oberhaupt zu richten. In die gereizte Katerstimmung platzt die Meldung der Ankunft eines Revisors.
Gogol hat in seiner Komödie eine grelle, grotesk-komische Welt entworfen, bevölkert von seelenlosen, nach Geld gierenden Menschen. Mit der Ankündigung des Revisors setzt für die Städter ein Albtraum ein, in dem Untaten ans Licht zu drängen versuchen, paranoide Projektionen ein Eigenleben entwickeln und die Menschen sich auf der ständigen Flucht vor sich selbst befinden. Die Ebenen von Realität und Angstfantasie verschwimmen zunehmend und werden so Ausdruck einer gespenstisch sinnentleerten Lebensweise.

„Michael Neuenschwander gibt den rasenden Stadtpräsidenten, der weder Familie und Mitbürger noch Boni-Banker, kleine Spesenritter und Steuerhinterzieher schont, wirklich hinreissend.“ Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Für den komödiantischen Höhepunkt des Abends sorgen aber Victor Calero und Tim Porath, die als Dobtschinski und Bobtschinski ein wunderbar mit Worten jonglierendes Deppendoppel abgeben.“ Tages-Anzeiger

„Die Generalpauke bietet putzmunteres Amüsement.“ NZZ

„Regisseur Sebastian Nübling macht die Schweizer Vetternwirtschaft zum Thema von Gogols „Der Revisor“ und brilliert damit im Schauspielhaus Zürich.“ Aargauer Zeitung

„Die mit viel Slapstick und Wortwitz angereicherte Inszenierung bietet grossartige Unterhaltung und ein begeisterndes Ensemble.“ News

Pfauen/Kammer

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