Der Hodler

Musiktheatralische Einsicht von Ruedi Häusermann

Uraufführung

Regie/Komposition Ruedi Häusermann / Bühne Bettina Meyer / Kostüme Barbara Maier
Mit Jan Bluthardt, Nicolas Rosat, Klara Manzel, Hansrudolf Twerenbold, Sara Hubrich, Josa Gerhard, Benedikt Bindewald, Christoph Hampe

Jan Bluthardt
Nicolas Rosat
Klara Manzel
Hansrudolf Twerenbold
Violine Sara Hubrich
Viola Josa Gerhard
Viola Benedikt Bindewald
Cello Christoph Hampe
 
Regie/Komposition Ruedi Häusermann
Bühne Bettina Meyer
Kostüme Barbara Maier
Licht Rainer Küng
Dramaturgie Katja Hagedorn
Wissenschaftliche Beratung Beat Sterchi
Regieassistenz Julia Burger
Bühnenbildassistenz Anja Kerschkewicz
Kostümassistenz Eva Krämer
Tonassistenz Matthias Müller
Regiehospitanz Karoline Kähler
Bühnenbildhospitanz Moira Gillieron
Inspizienz Hansruedi Herrmann
Schiffbau/Box
Premiere am 10. April 2010
Unterstützt von der Stiftung Corymbo

Mit Ferdinand Hodler (1853–1918) stellt der Schweizer Komponist und Regisseur Ruedi Häusermann zum ersten Mal einen bildenden Künstler und einen der wichtigsten Maler der Schweiz ins Zentrum seiner musiktheatralischen Arbeit. „Der Motor ist immer, eine eigene Welt zu platzieren und wenn ich um jemanden kreise, ist es für mich wichtig, eine Atmosphäre zu schaffen, eine Umgebung, in der ihm dann der rote Teppich ausgerollt werden kann.“ Mit vier Schauspielern und vier Musikern erforscht Häusermann den Hodlerschen Kosmos auf die ihm eigene Weise und wendet sich dabei den weniger bekannten Seiten des Malers zu: Hodler hat berauschend schöne Landschaften von extremer farblicher und formaler Intensität geschaffen, ohne die bestimmte Entwicklungen der modernen Malerei kaum möglich gewesen wären. Seine Darstellungen des menschlichen Sterbens gehören zu den komplexesten in der Geschichte der Kunst und seine zahlreichen Selbstporträts zeugen von einer fortlaufenden, künstlerischen wie persönlichen Selbstbefragung. Auf poetische und humorvolle Weise konfrontiert Ruedi Häusermann diese Bilder mit Briefen und Notizen Ferdinand Hodlers, mit Texten von Robert Walser und Peter Bichsel und mit den so genannten „Hodler-Quartetten“ – einer Sammlung neuer Streichquartette, die eigens für den Abend in Zürich entstanden und „live“ zu hören sind. Text, Ton, Bild und Szene fügen sich in dieser musiktheatralischen Einsicht in eine übergreifende, fein verästelte Partitur, die nicht nur um den Maler Ferdinand Hodler und sein Werk kreist, sondern die Aufmerksamkeit auch immer wieder auf sich selbst lenkt und so von den Mitteln und Möglichkeiten der Kunst selbst erzählt.

„Wenn sich ein Theatermacher und Musiker wie Ruedi Häusermann mit einem Nationalmaler wie Ferdinand Hodler befasst, dann werden keine Postkartenklassiker gefeiert. Dann geht es um die Begegnung mit einem weniger bekannten, weniger verbrauchten Hodler. Und darum, neue Neugierde auf die Bilder zu wecken.“ Tages-Anzeiger

„Nach Elfriede Jelinek, Robert Walser und Peter Bichsel wendet sich Ruedi Häusermann hier zum ersten Mal einem bildenden Künstler zu. Dass er dabei die Bilder nur herbeizitiert, ihre Atmosphäre aber in Wort, Handlung und Musik umso deutlicher zum Erscheinen bringt, gehört zum anmutigen Zauber dieses heiter-leichten Theaterabends.“ Aargauer Zeitung

„Ungemein behutsam, beginnend mit sparsamster Dosierung, wird das Publikum zu Hodlers Schöpfungen hingeführt: Darum überwältigen die abschliessenden Projektionen seiner berühmten Gebirgsstudien vom Genfersee jeden Zuschauer wie ein gewaltiges Crescendo. Hinreissend das mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks agierende Ensemble der Musiker und Schauspieler. Grandioses gelang der Bühnenbildnerin Bettina Meyer.“ Die Welt

„Ruedi Häusermanns buchstäbliches Kunststück hat uns in eine bessere Welt entrückt. Der Triumph reinen Theaterzaubers.“ Die Welt

„Es ist die Stärke dieses Abends, dass er die Wucht von Hodlers Bildern erlebbar macht.“ Tages-Anzeiger

„Und man entdeckt sie tatsächlich neu: die Farben, denen Hodler selbst einen musikalischen Reiz zusprach, die Formen, die nur das Wesentliche eines Bergs abbilden. „Es gibt nur einen Genfersee, und das ist meiner“: Die Absolutheit dieses Malers, seinen Trotz, seine Kraft – man lernt sie kennen an diesem Abend.“ Tages-Anzeiger

„Darum überrascht, dass diese „musiktheatralische Einsicht“ – stellen Sie sich eine Begegnung zwischen Jacques Tati und Hodler vor – einen unbekannten Hodler enthält, der ein neues Licht auf sein Gesamtwerk wirft. Er ist im Blick der Spieler auf uns: freundlich lächelnd. – Monumentaler Applaus.“ St. Galler Tagblatt

Schiffbau/Box

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