Tod eines Handlungsreisenden

von Arthur Miller

Deutsch von Katrin Janecke

Regie Stefan Pucher / Bühne Stéphane Laimé / Kostüme Marysol del Castillo / Musik Christopher Uhe / Video Sebastian Pircher (impulskontrolle)
Mit Robert Hunger-Bühler, Friederike Wagner, Sean McDonagh, Jan Bluthardt, Jonas Gygax, Michaela Steiger, Siggi Schwientek, Markus Scheumann, Julia Kreusch

Willy Loman Robert Hunger-Bühler
Linda Friederike Wagner
Biff Sean McDonagh
Happy Jan Bluthardt
Bernard Jonas Gygax
Die Frau Michaela Steiger
Charley Siggi Schwientek
Ben Markus Scheumann
Miss Howard Julia Kreusch
In weiteren Rollen Larissa Eichin, Jasmin Friedrich, Oliver Tobler
 
Regie Stefan Pucher
Bühne Stéphane Laimé
Kostüme Marysol del Castillo
Musik Christopher Uhe
Video Sebastian Pircher (impulskontrolle)
Videomischung Christian Sarna
Licht Markus Keusch
Dramaturgie Katja Hagedorn
Regieassistenz Hannes Weiler
Bühnenbildassistenz Anja Kerschkewicz
Kostümassistenz Eva Krämer
Praktikum Bühnenbild Moira Gillieron
Kostümhospitanz Vera Rijks
Videoassistenz Ruth Stofer
Regiehospitanz Sarah Bellin und Zino Wey
Soufflage Gerlinde Uhlig-Vanet
Inspizienz Michael Durrer
Schiffbau/Halle
Premiere am 17. September 2010
Eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2011

„Tod eines Handlungsreisenden“ (1949) ist bis heute Arthur Millers erfolgreichstes Stück. Es erzählt von Willy Loman, der den Boden unter den Füssen verliert, als er im Alter mit den Entwicklungen im Geschäft nicht mehr mithalten kann und gekündigt wird, und von einer Welt, in der die Träume der Werbung und die Maxime des finanziellen Erfolgs den Menschen aufs Stärkste und Groteskeste durchdringen. Die erste Hallen-Produktion in dieser Spielzeit, die im Mai 2011 als eine der zehn bemerkenswertesten Inszenierungen der vergangenen Saison zum Berliner Theatertreffen eingeladen war, inszenierte Stefan Pucher, dem Zürcher Publikum durch Inszenierungen wie „Richard III“, „Homo Faber“, „The Iron Curtain Star“ und „Die Perser“ bestens bekannt.

„Pathos und Ironie – Pucher verbindet beides zu einer ungemein einnehmenden Mischung. Das Requiem auf den Tod des Handlungsreisenden feiert er, seiner Pop-Ästhetik treu, mit dem Ensemble als Band und Robert Hunger-Bühler am Mikro, der anhand des Velvet-Underground-Songs „I’m set free“ verkünden darf: Ich bin auch ein Rockstar.“ NZZ

„Es sieht so aus, als sei der 45-jährige Regisseur von seiner Begeisterung für Miller – und Schlöndorff und alles, was dazugehört – überwältigt worden und habe dieses Gefühl dann in die Form einer Überwältigungsästhetik gegossen. Oder als habe ein leidenschaftlicher Sammler von Fünfzigernalia einen ganzen Themenpark darüber verwirklichen dürfen, nach der Devise „gib alles!“. Diese Beobachtung soll keineswegs abfällig klingen: Denn auch wir waren am Premierenabend überwältigt! Wir wurden mitgerissen, hineingeworfen in Millers gnadenlosen amerikanischen Traum vom Glück, das sich jeder selber schmieden kann – und muss.“ Tages-Anzeiger

„Selten hat man diesen „Handlungsreisenden“ so mühelos leicht gesehen, so selbstverständlich und doch so grandios unterhaltsam.“ Süddeutsche Zeitung

„Stefan Pucher inszeniert Millers „Tod eines Handlungsreisenden“ im Schiffbau mit einem starken Ensemble als fetzig-poppiges Bühnenspektakel.“ Aargauer Zeitung

„Es ist hinreissend spannend, ihnen allen zuzuschauen, Michaela Steigers Hausmütterchenvamp, Markus Scheumanns quintessentiellem Yankee, und Puchers wandelnden Perspektiven zu folgen, aus der Totalen ins Close-up, aus der wissenden Distanz in eine skeptische Direktheit. Er inszeniert einerseits ungemein zurückhaltend, sehr genau, richtet anderseits mit der ganz grossen Kelle an: das grosse amerikanische Melodram, der amerikanische Traum, die amerikanische Neurose, der amerikanische Totalitarismus – und es gelingt ihm das Kunststück, sie von aussen her sehr innerlich zu betrachten.“ Nachtkritik.de

„Und als Sean McDonaghs toll gegebener Biff es im Finale endlich aufgibt, seinem Vater den Wahn auszureden, dass die grosse Karriere zum Greifen nahe sei, als er sich für immer verabschiedet, da rinnen die Tränen! Zumindest bei mir. Stefan Pucher hat sich, ohne von intellektuellen Zimperlichkeiten und Zögerlichkeiten angekränkelt zu sein, die Montage eines modernen Märchens gegönnt – und allen damit einen aufwühlenden Abend.“ Tages-Anzeiger

„Gross denken, gross herauskommen, den Schein wahren – am Ende ist der American Dream als hartnäckige Zivilisationskrankheit enttarnt. So furchtbar neu ist die Einsicht zwar nicht. Aber ein hervorragendes Ensemble und ein stimmiges Regiekonzept machen die Zürcher Version des „Handlungsreisenden“ unbedingt sehenswert.“ Basler Zeitung

„Es ist die wirklich überzeugende Realisierung einer sehr interessanten künstlerischen Konzeption, die diesen Theaterabend so gelungen erscheinen lässt. Dafür gabs am Premierenabend langanhaltenden Applaus.“ Zürichsee-Zeitung

Schiffbau/Halle

  • Stadt Zurich
  • Swiss Re
  • Zürcher Kantonalbank
  • Migros