Der Steppenwolf

von Hermann Hesse

für die Bühne eingerichtet von Joachim Lux

Regie Bastian Kraft / Bühne Simeon Meier / Kostüme Inga Timm / Komposition & Arrangement Arthur Fussy
Mit Anna Blomeier, Timo Fakhravar, Fritz Fenne, Arnd Klawitter, Yanna Rüger

Anna Blomeier
Timo Fakhravar
Fritz Fenne
Arnd Klawitter
Yanna Rüger
 
Regie Bastian Kraft
Bühne Simeon Meier
Kostüme Inga Timm
Komposition & Arrangement Arthur Fussy
Choreographie Peter Kadar
Licht Michel Güntert
Dramaturgie Thomas Jonigk
Regieassistenz Margrit Sengebusch
Bühnenbildassistenz Lisa Dässler
Kostümassistenz Ramona Müller
Regiehospitanz Hans-Christian Hasselmann
Bühnenbildhospitanz Fiorenza Bossard
Kostümhospitanz Mitra Karimi
Souffleuse Gabriele Seifert
Inspizienz Dagmar Renfer
Schiffbau/Box
Premiere am 3. November 2012

Der 48-jährige Harry Haller leidet unter der Zerrissenheit seiner Persönlichkeit. Er vergleicht sich mit einem heimatlosen Steppenwolf, „ein den Bürgern überlegenes Genie“, der dem Menschen entgegensteht wie der Geist dem Trieb. In einer oszillierenden Mischung aus Traum, Vision und Phantasie beschreibt Hermann Hesse in seinem 1927 erschienenen Roman die abgründige und radikale Reise seines Alter Egos ins Innere seines Ichs. Der junge Regisseur Bastian Kraft stellte sich mit dieser Dramatisierung dem Zürcher Publikum erstmalig vor.

„Drei wesentliche Elemente sind Bastian Kraft hervorragend geglückt: nahe beim Text zu bleiben und so Hesses ästhetische Sprache zu zelebrieren, dem unstrukturiert-strukturierten Roman eine Struktur zu geben, und die oft ausufernden inneren Monologe und Reflexionen des Helden in spannende Dialoge zu verwandeln. Dabei hilft ihm das geniale Bühnenbild von Simon Meier: ein sich ständig drehendes Karussell auf drei Ebenen, das von allem Anfang an das „Magische Theater“ ins Zentrum rückt.“ Deutschlandradio Kultur

„Wer in Zürich lebt, an dessen Maskenbällen Hesse einst inspiriert wurde, kann momentan in die Schiffbau/Box gehen und sich Bastian Krafts packende, Hesses Anliegen und Sprache ungewöhnlich ernst nehmende Version nach einer Theaterfassung von Joachim Lux ansehen. Hier spielen Drehbühne, Musik und Kostüme einen abgründigen Zauber und fünf Schauspieler sich eineinhalb Stunden lang in einen Rausch.“ NZZ

„Die Chancen dieses Stoffes haben der erstmals in Zürich inszenierende, nach Arbeiten an anderen Theatern auf Romanadaptionen schon fast spezialisierte Bastian Kraft und sein offensichtlich sehr motiviertes Team bestens genutzt.“ Die Südostschweiz

„Hesse sollte man einfach lesen. Und da ist sein „Steppenwolf“ erstaunlich lustig. Noch besser: Man geht ins Theater und schaut sich in der Box des Schiffbaus Bastian Krafts „Steppenwolf“-Version an, sie ist das Beste, was Hesse heute passieren kann.“ Der Landbote

„Was Bastian Kraft mit einem brillanten Ensemble und einem grossen Team von Technikern hier an diesem denkwürdigen Abend auf die Bühne zaubert, ist selbst nichts weniger als magisches Theater.“ NZZ

„Das Theater besinnt sich auf seine Mittel und nutzt sie. Das ist von den Schauspielern, die sich mühelos durch alle Verwandlungen bewegen, leicht und unpathetisch vorgeführt – ein heiter-ernster Genuss.“ Neue Luzerner Zeitung

„Hesse, ein Spiel: Aus Short Cuts seines Romans setzt der Regisseur Bastian Kraft sein Stück zusammen (Textvorlage: Joachim Lux), das passiert ganz aus dem Inneren der Geschichte heraus. Ein bisschen Überhöhung ist da auch dabei. Ganz liebevoll wird da mit den Gegenständen eine Erzählung umgegangen.“ Der Landbote

„Wie rasch die Schauspieler von einer Rolle in die andere wechseln und sich dabei auf die Darstellung der im aktuellen Moment wesentlichen Charakterzüge beschränken, ist bewundernswert.“ Nachtkritik.de

„Geboten wird eine durchdachte Inszenierung mit hoher Intensität und spannungsgeladener Aussagekraft, die durchhält und durchdringt. Kraft stilisiert, deutet an, kreiert feine Szenen ebenso wie schrille sketchartige Grotesken voller sinnlicher Sprengkraft. Das fünfköpfige Ensemble mit Anna Blomeier, Timo Fakhravar, Fritz Fenne, Arnd Klawitter und Yanna Rüger zeigt eine bravouröse Leistung. Ihre wechselnden Figuren sind intensiv und witzig gespielt, die Selbstfindungsbemühungen nuanciert dargestellt. Alles in allem, eine grandiose Theaterarbeit.“ seniorweb.ch

„Fazit: Ein Roman der Weltliteratur ohne Verluste auf nur rund 100 Minuten komprimiert und konzentriert - eine wahre Meisterleistung.“ Deutschlandradio Kultur

Pfauen

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