Magazin des Glücks

Szenen von Dea Loher

Regie Nina Mattenklotz / Bühne/Kostüme Lena Hiebel / Musik Tobias Gronau
Mit Sarah Hostettler, Milian Zerzawy, Fritz Fenne

Sarah Hostettler
Milian Zerzawy
Fritz Fenne
 
Regie Nina Mattenklotz
Bühne/Kostüme Lena Hiebel
Musik Tobias Gronau
Licht Daniel Leuenberger
Dramaturgie Meike Sasse
Regieassistenz René Hofstetter
Pfauen/Kammer
Premiere am 2. Juni 2012

Es ist die Geschichte eines Mannes. Eines orientierungslosen Mannes in der Grossstadt, der offensichtlich jeden Bezug zur Realität verliert, dem der Bau- und Strassenlärm im Kopf hämmert, der Licht braucht, eine hellere Wohnung. Ein Mann, dessen Hoffnungen sich nicht zu erfüllen scheinen. („Berliner Geschichte“) Es ist die unerzählbare Geschichte eines Kindes, einer Frau, eines Mannes. Einer Familie, in der jeder Einzelne isoliert und seiner Träume beraubt ist. Das Glück bleibt abwesend. Und das Kind zieht seine eigene Konsequenz. („Die Schere“) „The hopeless turns to Rome/My left shoe will be left single,/And I, I just wanna reach home.” Ein kindlich-naives Kaleidoskop an Menschen, Tieren und Pflanzen, die allesamt verloren und dem Untergang geweiht sind: Keiner weiss, was die Zukunft bringen wird. („Futuresong“)
Zwei Geschichten, deren Menschen von der Sehnsucht nach dem, was das Leben für sie nicht bereithält, getrieben werden. Es sind Aussenseiter, trostlose Glückssucher, unglückliche Utopisten, doch sie suchen noch immer nach den Antworten auf die grossen existenziellen Fragen des Lebens. Zwei merkwürdige, krude Geschichten – unterschiedlichst in ihrer Form – und am Ende ein Song.

„„Glück ist anders“, so könnte man den Inhalt der beiden Kurzgeschichten von Dea Loher auch umschreiben, die an diesem Sommerabend in der Kammer des Schauspielhauses zur Aufführung kamen. Gewaltig und intensiv ist die Inszenierung geraten – nichts für Zartbesaitete.“ nahaufnahmen.ch

„Fritz Fenne spricht die „Berliner Geschichte“ mit vollem Körpereinsatz. Es ist der Text eines selbsternannten Messias, der sich zuhause eingebunkert hat, immer zu kurz kommt, vom Lärm in den Wahn getrieben wird und darüber zum Misanthropen mutiert, dessen Austicken nur eine Frage der Zeit ist. Nach dem Chörli in der Mitte gehört die Bühne (Lena Hiebel) Sarah Hostettler, die behauptet, keine Geschichte zu erzählen und schon gar nichts persönlich damit zu tun zu haben – dieser sich selbst täuschende Abwehrreflex ist bei misshandelten Kindern immer wieder Thema. Derb und nachhaltig beschäftigend.“ P.S.

Pfauen/Kammer

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