Merlin oder Das wüste Land

von Tankred Dorst

Regie Christian Stückl / Bühne und Kostüme Stefan Hageneier / Musik Michael und Markus Acher
Mit Jirka Zett, Gottfried Breitfuss, Lukas Holzhausen, Sarah Hostettler, Milian Zerzawy, Gábor Biedermann, Nicola Fritzen, Michael Gempart, Jonas Schlagowsky, Fabian Müller, Matthias Renger, Jost op den Winkel, Ursula Doll, Anna Schinz

Merlin Jirka Zett
Teufel Gottfried Breitfuss
Artus Lukas Holzhausen
Ginevra Sarah Hostettler
Lancelot Milian Zerzawy
Gawain Gábor Biedermann
Parzival Nicola Fritzen
Orilus Michael Gempart
Mordred Jonas Schlagowsky
Agrawain Fabian Müller
Iwain Matthias Renger
Beuface Jost op den Winkel
Eliane Ursula Doll
Blanchefleur Anna Schinz
Ither Yosvanys Gonzalez Muñiz
 
Regie Christian Stückl
Bühne und Kostüme Stefan Hageneier
Musik Michael und Markus Acher
Licht Ginster Eheberg
Dramaturgie Roland Koberg
Regieassistenz Julia Burger
Bühnenbildassistenz Barbara Pfyffer
Kostümassistenz Ramona Müller
Regiepraktikum Sophia Bodamer
Regiehospitanz Nurit Hirschfeld
Bühnenbildhospitanz Anna Salvioni
Kostümhospitanz Vasco Scarabello
Dramaturgiehospitanz Adrian M. Berger
Souffleuse Rita von Horváth
Inspizienz Michael Durrer
Schiffbau/Halle
Premiere am 26. November 2011
Wir danken der Firma Swisspor für die grossen Mengen Styropor, die sie uns kostenlos zur Verfügung stellten, der Firma HABEGGER Maschinenfabrik AG in Thun für die gesponserten Maschinen des Typs „Habegger-Hit“ und der Firma Walser Kunststoffwerk AG in Bürglen/TG für die Unterstützung.

In dieser Version der Sage von König Artus und den Rittern der Tafelrunde ist der Zauberer Merlin der Titelheld und Spielmacher. In einem reichen Panoptikum erlebt man Machtkämpfe, Ehedramen, Schlachten und schliesslich die Gralssuche selbst. Tankred Dorsts wuchtiges Stück von 1981 wurde von Christian Stückl, dem Leiter der Passionsspiele Oberammergau und des Salzburger „Jedermanns“, für die Halle im Schiffbau adaptiert – als Spiel im Urwald unserer Geschichte.

„Kein anderer Regisseur hat wohl je Dorsts Stück derart unerschrocken bei seinen satanischen Hörnern (und Fragen) gepackt und daraus mit schier parzivalesker Kindlichkeit und Naivität ein solch pralles, hypertroph-tropisches Märchen- und Actionspektakel gemacht wie der Pracht- und Kraftkerl Stückl.“ Süddeutsche Zeitung

„Der Oberammergauer Bühnenbildner Stefan Hageneier hat das Stück-Motto „Der Nächsten Seele ist ein dunkler Wald“ wörtlich genommen: Der Artus-Mythos ist ein aufgeschlagenes Dschungelbuch, ein Such- und Wimmelbild mit wuchernden Pop-up-Effekten. Wie von Harry Potters Zauberstab verhext, tauchen Ritter, Nixen und Feen im Unterholz auf und im Teich wieder unter.“ Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Stefan Hageneiers Zürcher Bühne ist dabei ein Ereignis für sich.“ Nachtkritik.de

„Stückls raumgreifende Inszenierung mit dem Tümpel im Zentrum ist Theaterparadies und Urwaldhölle zugleich: ein Fest der Spiel- und der Schaulust, des scheppernden In-die-Vollen-Gehens. Theater mit Karacho und einem geradezu kindlich euphorischen Kostüm- und Körpereinsatz. Das ist spielerisch und selten saftig und wird von den Darstellern wie Milian Zerzawy (Lancelot), Sarah Hostettler (Ginevra), Gabor Biedermann (Gawain), Jonas Schlagowsky (Mordred) oder Ursula Doll (Elaine) lustvoll zelebriert.“ Süddeutsche Zeitung

„Obwohl auf „nur“ dreieinhalb Stunden Spielzeit eingedampft, lässt sich das Geschehen kaum nacherzählen. Nur so viel: Der Teufel – der treffliche Gottfried Breitfuss im Trainer – zeugt mit einer Sterblichen einen Sohn. Die Frucht plumpst von der Hängebrücke in den Teich. Gischt, Fontänen und Gewoge. Und alsbald entsteigt dem aufgewühlten Wasser Merlin, ein ewiger Jüngling in makellosem Weiss: Der blonde Jirka Zett passt hervorragend zur Rolle des magischen Spielleiters, der stets das Gute will, vom Bösen aber zunehmend fasziniert ist. Das ist ein echter „coup de théâtre“, und man folgt dem grotesken, mal zirzensisch angelegten, mal variétéhaften Märchenzauber willig.“ Aargauer Zeitung

„Jirka Zetts grüblerischer Entertainer ist in jeder Hinsicht das Gegenteil von Gottfried Breitfuss, der den Teufel so herrlich als speckigen Proleten ins Unterholz der Inszenierung fläzt: ein böser Clown, ein Gaffer, dem der Fall der Menschheit die lange Zeit vertreibt. Hängebrücke. Tümpel. Unterholz. Das Erste, was den Zuschauer im Zürcher „Merlin“ bezaubert, ist die Bühnenarena. Blätterdächer, Mooshänge, Urwaldgrün, soweit das Auge reicht. Stefan Hageneier (Bühne und Kostüme) pflanzt das Publikum mitten hinein in ein grandioses Dschungelcamp, mit einem Teich im Zentrum, der Artus den Runden Tisch ersetzt.“ Basler Zeitung

„Als Merlin in Stückls Inszenierung wird Jirka Zett zum Ereignis: Mit seinem Charisma und seiner enigmatischen Stimme behält er auf faszinierende Weise das Geheimnis für sich, ob er den Auftrag des Teufels nicht doch angenommen hat und welche Rolle er in dem Spiel übernimmt.“ Tages-Anzeiger

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