Endspiel

von Samuel Beckett

Regie Stefan Pucher / Bühne Barbara Ehnes / Kostüme Marysol del Castillo / Musik Christopher Uhe / Video Stephan Komitsch
Mit Robert Hunger-Bühler, Jean-Pierre Cornu, Iris Erdmann, Siggi Schwientek

Hamm Robert Hunger-Bühler
Clov Jean-Pierre Cornu
Nell Iris Erdmann
Nagg Siggi Schwientek
 
Regie Stefan Pucher
Bühne Barbara Ehnes
Kostüme Marysol del Castillo
Musik Christopher Uhe
Video Stephan Komitsch
Licht Ginster Eheberg
Dramaturgie Benjamin von Blomberg
Regieassistenz Margrit Sengebusch
Bühnenbildassistenz Michela Flück/Nadia Schrader
Modellbauassistenz (Puppen) Teresa Rinn
Kostümassistenz Nina Sophie Wechsler
Souffleur János Stefan Buchwardt
Inspizienz Michael Durrer
Pfauen
Premiere am 30. September 2011

Zwei Männer, der gelähmte und blinde Hamm und sein gehbehinderter Diener Clov, sowie Hamms Eltern Nell und Nagg, die ohne Beine in Mülltonnen vegetieren, bilden ein apokalyptisches Gespann. Ihre Lage mag aussichtslos sein, aber die Gewöhnung hat zu neuen Möglichkeiten geführt: zu immer neuen Spielarten eines Endspiels. Mit Stefan Pucher (zuletzt „Tod eines Handlungsreisenden“) knüpfte ein Regisseur der jüngeren Generation an die grosse Beckett-Tradition am Schauspielhaus an.

„Im Schauspielhaus Zürich gibt es Becketts „Endspiel“ als faszinierendes Blendspiel zu sehen. Regisseur Stefan Pucher taucht den Klassiker der Theaterliteratur in ein neues Licht.“ Tages-Anzeiger

„Stefan Pucher ist ein Meister der milimetergenau austarierten, dabei mächtig suggestiven Bühnenatmosphären, das erweist er in diesem „Endspiel“ – seiner ersten Beckett-Inszenierung – mit aller Deutlichkeit.“ Nachtkritik.de

„Stefan Pucher inszeniert für seine Verhältnisse vom Blatt, diskret, direkt. Und Robert Hunger-Bühler und Jean-Pierre Cornu entfachen für Beckett-Verhältnisse ein regelrechtes Redefest. Eine eingespielte Schauspielerpaarung, in Sachen Erfolgsquote eine Schweizer Bank. Immer noch. Das Premierenpublikum feiert die beiden.“ Basler Zeitung

„Pucher lässt das „Endspiel“ von einem vierköpfigen Virtuosenensemble spielen, das jede (Sprach-)Geste präzise zu setzen versteht: Mit weit aufgerissenem Mund gähnt Robert Hunger-Bühlers Hamm sich zu Beginn des Abends in die nächste Runde des ewigen „Endspiels“, das vom Wiederholungszwang und vom Spieltrieb, vom Spielzwang und vom Wiederholungstrieb bestimmt wird: „Jetzt spiele ich!“, sagt Hunger-Bühlers Hamm und tut es – zusammen mit Jean-Pierre Cornus Clov, der gegen Hunger-Bühlers gestische Grossartigkeiten seine grossartigen Feinheiten setzt.“ Tages-Anzeiger

„Pucher sieht in Hamm und Clov nicht bloß die jämmerlichen Existentialclowns, er zählt nicht nach gelandeten Treffern. Sondern legt über das Spiel – und das ist das wahrhaft Beeindruckende an diesem Abend – ein beunruhigendes Fluidum von Endgültigkeit und auswegloser Absurdität, das sich auch auf die Komik auswirkt, die Wahrnehmung des Ganzen geradezu verlangsamt.“ Nachtkritik.de

„Das Zuschauen wird zu einer Lust! Puchers „Endspiel“ ist jedoch mehr als texttreuer Klassikerdienst und die Demonstration von schauspielerischem Virtuosentum.“ Tages-Anzeiger

„Robert Hunger-Bühler als Hamm und Jean-Pierre Cornu als Clov spielen auf höchstem Niveau das endlose Pingpong von Anziehung und Abneigung, unsichtbarem Sinn und Lebenslast, Monotonie und komischen Eruptionen.“ Zürichsee-Zeitung

„Zum Zentrum der Inszenierung wird nolens volens Siggi Schwienteks überragender Nagg, der als – möglicherweise – Vater von Hamm hinten neben Iris Erdmanns Nell hockt, beide nicht in Beckettsche Mülltonnen, sondern in grüne Beutel gesteckt. Schwientek, nie pathetisch, widerspiegelt auf expressivem Gesicht und evoziert mit wandlungsfähiger Stimme eine Existenz voller konkreter Geschichten, Empfindungen, Entwicklungen, Hoffnungen, Enttäuschungen.“ NZZ

„Da wird alles ausgespielt, was im Text nur drinsteckt, da wird das „Endspiel“ auch wirklich zum Spiel, zur hinreissenden, auch hinreissend komischen Theaterarbeit.“ Nachtkritik.de

Pfauen

  • Stadt Zurich
  • Swiss Re
  • Zürcher Kantonalbank
  • Migros