Eine Version der Geschichte

von Simone Kucher

Uraufführung

Regie Marco Milling / Bühne Simon Sramek / Kostüme Liv Senn / Soundtrack Léo Collin
Mit Lisa-Katrina Mayer, Isabelle Menke, Ludwig Boettger, Matthias Neukirch, Christian Baumbach

Lusine Lisa-Katrina Mayer
Mutter Isabelle Menke
Alter Mann Ludwig Boettger
Charles Matthias Neukirch
Sammy Christian Baumbach
 
Regie Marco Milling
Bühne Simon Sramek
Kostüme Liv Senn
Soundtrack Léo Collin
Dramaturgie Benjamin Große
Regieassistenz Alexandra Wittmer

„Wann werden die Geschichten zur Geschichte?“ Lusine ist Musikerin und lebt in Berlin. Über die Herkunft ihrer eigenen Familie weiss sie nur, dass ihr Grossvater vor vielen Jahren aus Armenien über Berlin in die USA emigrierte. Sie stösst auf eine rätselhafte Aufnahme mit einer Männerstimme, die der ihres Grossvaters ähnelt. Das Tonband wird zum Ausgangspunkt einer Reise in eine totgeschwiegene Vergangenheit, die unauflösbar mit dem Genozid an den Armeniern im Jahr 1915 verbunden ist. Die europäischen Staaten reagierten damals nicht und schwiegen. Und oft bleibt in den betroffenen Familien das unfassbare Leid nur als ein ungebrochenes Schweigen über Generationen präsent. „Tote können sprechen. Das war das Unheimliche daran. Die Vorstellung, dass es eine Stimme gibt, die gar nicht im Raum ist. Als könnte die Stimme sich materialisieren.“
Das Stück von Simone Kucher ist eines der Gewinnerstücke der Autorentheatertage Berlin 2018 und folgt in der Regie von Marco Milling der akustischen Spur der Tonbänder.

 „«Eine Version der Geschichte» ist einer der drei preisgekrönten Texte der diesjährigen Autorentheatertage. Zu sehen war Marco Millings Inszenierung in diesem Rahmen bereits am Deutschen Theater Berlin, als Teil eines langen Abends. Die kammerspielhafte Konzentration im Schauspielhaus hat die subtile Familienelegie verdient und nötig. Märchen oder Erinnerung? Sie wird auf Simon Srameks Bühne sogar zum Doppelkammerspiel, denn das meiste geschieht in einer grossen Vitrine, worin ein Mikrofon und ein Kopfhörer von der Decke hängen.“ NZZ

„Deren Widerhall veranschaulicht der 29-jährige Schauspielhaus-Regieassistent Marco Milling in seiner synästhetischen Uraufführung: Im Dunkel vermischen sich die Echos verschiedener Stimmen zum düsteren Soundteppich, und die Lichtchoreografie mit den Schwarzweisskontrasten haut uns den Dokumentarcharakter dieses Dramas über den Völkermord an den Armeniern aufs Auge.“ Tages-Anzeiger
 

Pfauen/Kammer

Di, 23 Okt 19:3021:00 Karten English Season
Do, 25 Okt 19:3021:00 Karten
Fr, 26 Okt 19:3021:00 Karten
Di, 30 Okt 19:3021:00 Karten
Do, 01 Nov 19:3021:00 Karten Nur noch wenige Vorstellungen anschl. Publikumsgespräch; English Season
So, 04 Nov 19:3021:00 Karten Nur noch wenige Vorstellungen English Season
Mo, 05 Nov 19:3021:00 Karten Zum letzten Mal Theatermontag; anschl. Publikumsgespräch mit der Autorin

In dieser Produktion wird ein Stroboskop eingesetzt.



Koproduktion mit dem Deutschen Theater Berlin im Rahmen der Autorentheatertage
Unterstützt von der Gesellschaft der Freunde des Schauspielhauses Zürich

Interview mit der Berliner Autorin Simone Kucher (aus dem Schauspielhaus-Journal September 2018)

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