Onkel Wanja

von Anton Tschechow

Regie Karin Henkel / Bühne Stéphane Laimé / Kostüme Aino Laberenz / Musik Alain Croubalian / Video Robi Voigt / Licht Frank Bittermann
Mit Gottfried Breitfuss, Lena Schwarz, Carolin Conrad, Nikola Weisse, Siggi Schwientek, Markus Scheumann, Alexander Maria Schmidt

Alexander Wladimirowitsch Serebrjakow, emeritierter Professor Gottfried Breitfuss
Jelena Andrejewna, seine Frau Lena Schwarz
Sofia Alexandrowna (Sonja), seine Tochter aus erster Ehe Carolin Conrad
Maria Wassiljewna Woinizkaja, Mutter seiner ersten Frau Nikola Weisse
Iwan Petrowitsch Woinizki (Onkel Wanja), ihr Sohn Siggi Schwientek
Michail Lwowitsch Astrow, Arzt Markus Scheumann
Ilja Iljitsch Telegin, ehemaliger Gutsbesitzer Alexander Maria Schmidt
Musiker Alain Croubalian
 
Regie Karin Henkel
Bühne Stéphane Laimé
Kostüme Aino Laberenz
Musik Alain Croubalian
Video Robi Voigt
Licht Frank Bittermann
Dramaturgie Amely Joana Haag
Regieassistenz Sonja Streifinger
Bühnenbildassistenz Marie Hartung
Kostümassistenz Selina Tholl
Regie- und Dramaturgiehospitanz Katharina Stark
Regiehospitanz Carla Marfurt
Bühnenbildhospitanz Florina Vieli
Souffleur János Stefan Buchwardt
Inspizienz Aleksandar Sascha Dinevski

Wie ein Parasit nistet sich der despotische, pensionierte Professor Serebrjakow mit seiner neuen, schönen Gattin Jelena auf dem Landgut seiner verstorbenen Frau ein, denn das Leben in der Stadt ist zu teuer geworden. Seine Tochter Sonja und ihr Onkel Wanja, der Bruder der Verstorbenen, arbeiten seit etlichen Jahren hart für den Erhalt des Guts und ertragen die dortige Einöde nur schwer. Wanja hat zudem die Hälfte seiner Lebenszeit mit dem Lektorieren der vermeintlich weltbewegenden Kunsttheorien des Professors verbracht. Als sich diese nun als vollkommen unbedeutend entpuppen und Serebrjakow zudem eröffnet, das Gut verkaufen zu wollen, um seinen Alterssitz zu finanzieren, sorgt Wanjas schmerzhafte Desillusionierung für eine Eskalation. Er begeht einen Mordversuch, um sich endgültig aus seiner sinnentleerten Abhängigkeit zu befreien. Vergeblich. Wanja schiesst daneben. Keine Aussicht auf Veränderung. „Bilder aus dem Landleben“ untertitelte Tschechow 1896 sein Stück, heute könnte es auch „Mosaik einer Depression“ heissen.

Karin Henkel hat sich mit dem Autor Anton Tschechow schon mehrfach befasst. Sie inszenierte bereits erfolgreich „Platonow“, „Der Kirschgarten“ und „Drei Schwestern“. In Zürich zeigte sie zuletzt die Grossprojekte „Die zehn Gebote“ und „Elektra“ in der Halle.

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